Im Traude Dierdorf-Stadtheim in Wiener Neustadt sorgen regelmäßige Rikscha-Fahrten des Vereins „Radeln ohne Alter“ dafür, dass ältere Menschen mit körperlichen Einschränkungen wieder Außenerlebnisse haben. Die Fahrten, die seit einigen Jahren stattfinden, zählen laut Hausleitung und Organisatoren zu den beliebtesten Angeboten für die Bewohnerinnen und Bewohner.
Wie die Aktion organisiert ist
Die Ausgabe der Rikschas erfolgt in Kooperation mit dem Haus der Barmherzigkeit und dem Stadtheim-Team um Lukas Pohl. Die Fahrten finden in der Regel von Mitte April bis Ende September alle zwei Wochen statt, meist an Donnerstagen zwischen 14 und 16 Uhr. Pro Termin können insgesamt 8 Personen teilnehmen: 4 Plätze sind für Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer vorgesehen, weitere 4 für mobilere Seniorinnen und Senioren. Die durchschnittliche Dauer einer Fahrt beträgt etwa 20–25 Minuten.
„Die Bewohnerinnen und Bewohner haben dadurch die einzigartige Möglichkeit, Orte zu besuchen, die sie ansonsten nicht mehr erreichen könnten.“ — Philipp Gerstenmayer, FPÖ-Sozialstadtrat
Förderung und Unterstützung
Die Stadt Wiener Neustadt unterstützt das Projekt kontinuierlich aus dem Sozialbudget: Zu Beginn wurde eine der Rikschas finanziert, in diesem Jahr gab es eine Förderung in Höhe von 1.000,- Euro für notwendige Reparaturen. Diese finanzielle Unterstützung sichert nicht nur den Fortbestand der Fahrten, sondern erleichtert auch die Instandhaltung der sensiblen Fahrräder.
- Organisator: Verein Radeln ohne Alter
- Ort: Traude Dierdorf-Stadtheim (Haus der Barmherzigkeit), Wiener Neustadt
- Zeitraum: Mitte April bis Ende September, alle zwei Wochen
- Teilnahmekapazität pro Termin: 8 Personen
Praktische Bedeutung für Betroffene und Angehörige
Für viele Bewohnerinnen und Bewohner bedeutet die Rikscha-Fahrt mehr als nur eine kurze Außenaktivität: Sie bietet Erinnerungsanker an frühere Wohnorte, stärkt das Wohlbefinden durch frische Luft und soziale Interaktion und gibt pflegenden Angehörigen die Gewissheit, dass die Bewohner mobilitätsgerechte Ausflüge erleben können. Die Anmeldung erfolgt intern über die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stadtheims; Interessierte Angehörige können sich über die Heimleitung über Termine und Teilnahmebedingungen informieren.
Beliebte Ziele der Fahrten sind unter anderem der Wiener Neustädter Kanal und der Akademiepark. Die regelmäßige Durchführung und die örtliche Förderung zeigen, dass solche niedrigschwelligen Angebote in der kommunalen Sozialarbeit eine nachhaltige Wirkung entfalten können.
| Aspekt | Details |
|---|---|
| Organisator | Radeln ohne Alter |
| Zeitraum | Mitte April bis Ende September |
| Fahrtdauer | 20–25 Minuten |
| Teilnehmer | 8 pro Termin (4 Rollstuhlplätze, 4 mobile Plätze) |
| Förderung 2026 | 1.000,- Euro (Reparaturen) |
Die Initiative ist ein Beispiel dafür, wie ehrenamtliches Engagement und kommunale Förderung zusammenwirken können, um die Lebensqualität älterer Menschen konkret zu verbessern. Für Wiener Neustadt bedeutet das: Erprobte, gut geförderte Angebote, die Bewohnern Bewegung, Erinnerungen und Kontakt nach draußen ermöglichen.