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Wien: Akute Waldbrandgefahr trifft Wälder und Quellschutzgebiete

Wegen anhaltender Trockenheit ist die Brandlast in Wäldern um Wien derzeit hoch. Besonders Nadelbestände und Quellschutzgebiete sind gefährdet; Trinkwasserschutz und Feuerwehr sind vorbereitet.

Wien: Akute Waldbrandgefahr trifft Wälder und Quellschutzgebiete
©Illustration KI Simon Reiter / steirerblatt.at

Trockenheit erhöht Brandrisiko in und um Wien

Die Böden in und um Wien zeigen derzeit eine ausgeprägte Trockenheit, die nach Einschätzung der zuständigen Forstbehörde das Risiko von Waldbränden deutlich anhebt. Besonders betroffen sind Nadelwälder, aber auch Laubwälder stehen laut Magistratsabteilung Forst- und Landwirtschaftsbetrieb (MA 49) unter massivem Stress durch ausbleibende Feuchte.

Als Folge der trockenen Monate und der nur kurz andauernden Niederschläge der letzten Tage könne das Wasser nicht ausreichend in den Boden eindringen, heißt es in der Stellungnahme der MA 49. Dadurch habe sich eine erhebliche Menge von trockenem Pflanzenmaterial am Waldboden angesammelt – die sogenannte Brandlast – die bei Funkenflug rasch zu Brandausbreitung führen könne.

„Die Waldbrandgefahr ist in manchen Gebieten wirklich dramatisch“, sagt Günther Annerl von der MA 49.

Betroffene Gebiete rund um Wien reichen laut Bericht von innerstädtischen Flächen bis zu den wichtigen Quellenschutzgebieten außerhalb der Stadt: genannt werden unter anderem das Rax- und Schneeberggebiet sowie das Hochschwabmassiv südwestlich von Wien. Auch die Donauinsel sei von starker Austrocknung betroffen.

  • Gefährdete Waldtypen: vorrangig Nadelwälder; Laubwälder ebenfalls stark gefährdet
  • Betroffene Schutzgebiete: Rax-, Schneeberggebiet, Hochschwab; Donauinsel als urban betroffene Fläche
  • Konsequenzen: erhöhter Vorsorgebedarf bei Feuerwehr und Wasserwirtschaft

Konkrete Folgen für Wien

Aus Sicht der Stadtverwaltung und der Berufsfeuerwehr ist die Trinkwasserversorgung an sich gesichert. Dennoch hätte ein großflächiger Waldbrand Auswirkungen auf die natürliche Filterfunktion von Einzugsgebieten; bei starker Schädigung der Wälder würde das Niederschlagswasser schlechter gereinigt.

Die Berufsfeuerwehr Wien hat sich laut ihrem Pressesprecher auf erhöhte Einsatzlagen vorbereitet. Zudem weisen Fachstellen darauf hin, dass langfristig der Klimawandel zu längeren und intensiveren Hitze- und Trockenperioden führen kann, wodurch Waldbrandgefahren künftig häufiger und länger auftreten dürften.

BereichSituation
NadelwälderBesonders gefährdet, hohe Brandlast
LaubwälderEbenfalls massiv gefährdet
DonauinselStarke Austrocknung beobachtet
QuellschutzgebieteRax/Schneeberg, Hochschwab: erhöhte Brandgefahr

Für die kommenden Tage wird laut MA 49 die weitere Entwicklung des Wetters – insbesondere die Intensität und Verteilung von Gewittern – entscheidend sein, um die Lage neu zu bewerten. Kurzzeitige Schauer reichten bislang nicht aus, um die anhaltende Trockenheit zu mildern.

Für Bewohnerinnen und Bewohner von Wien bedeutet die aktuelle Lage: vorsichtiges Verhalten in Wäldern und Grünzonen, das Einhalten von Feuerverboten und das Beachten von Warnhinweisen der Behörden. Die Einsatzkräfte sind in Bereitschaft, und die Forstbehörden beobachten die Situation laufend.

Simon Reiter
Simon KI Korrespondent in Wien online

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