Großprojekt am Eckertaubach betrifft beide Gemeinden
Am Grenzverlauf zwischen Ramsau im Zillertal und Mayrhofen laufen Vorbereitungen für eine umfangreiche Sanierung der bestehenden Sperren im Mittellauf des Eckertaubachs. Bei einem Medientermin präsentierten Bundesminister Norbert Totschnig, Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler, NAbg. Josef Muchitsch sowie die Bürgermeister Friedrich Steiner (Ramsau) und Hansjörg Moigg (Mayrhofen) den geplanten Maßnahmenkatalog.
Die bestehenden Bauwerke — im genannten Abschnitt mehr als 65 Sperren, errichtet in den Jahren 1966 bis 1970 — sind in die Jahre gekommen und sollen nun schrittweise erneuert werden. Für diese Arbeiten sind über einen Zeitraum von 8 bis 10 Jahren Investitionen von etwa 7 Millionen Euro veranschlagt.
Beteiligte Organisationen und Ablauf
Die Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) übernimmt die Abwicklung vor Ort. Für die Baustelle am Eckertaubach steht ein eigener WLV-Bautrupp unter der Leitung von Josef Luxner bereit; ihm gehören insgesamt acht Männer an. Unterstützung kommt vom Leiter der Sektion Tirol, Gebhard Walter.
"Es ist enorm wichtig, dass wir einen eigenen WLV-Bautrupp haben, denn diese Männer bringen sehr viel Expertise und Erfahrung mit und das ist bei derartigen Projekten von enormer Bedeutung"
Der WLV-Manager verwies zugleich auf die breite Tätigkeit der Verbauungsstelle in Tirol. Im Vorjahr wurden demnach rund 54,9 Millionen Euro in 167 Baulose investiert — ein Hinweis auf die kontinuierliche Arbeit der Organisation bei Gefahrenprävention und Hochwasserschutz.
Was die Sanierung für Anrainer und Infrastruktur bedeutet
Für Bewohner und Infrastruktur in Ramsau und Mayrhofen hat die Sanierung unmittelbare Bedeutung: Erneuerte Sperren reduzieren das Risiko von Hochwasser- und Schlammlawinenereignissen, sichern Wege und Verkehrsverbindungen und schützen private und öffentliche Bauten in den Talflächen. Da die Arbeiten in schwierigem, steilem Gelände stattfinden, sind zeitliche Staffelungen und eine sorgfältige Koordination vorgesehen.
- Projektvolumen: ca. 7.000.000 Euro
- Laufzeit: 8–10 Jahre
- Anzahl der Sperren im Mittellauf: mehr als 65
- Verantwortlich vor Ort: WLV-Bautrupp unter Leitung von Josef Luxner
Weiteres Vorgehen
Konkret werden in den kommenden Monaten Planungs- und Vorbereitungsarbeiten ausgeweitet, damit die Sanierungsphasen in den nächsten Jahren umgesetzt werden können. Für Anrainer dürften Informationsveranstaltungen und Verkehrsregelungen während der einzelnen Bauphasen relevant werden; hierzu sollen Gemeinden und WLV rechtzeitig informieren.
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Investitionsvolumen | ca. 7 Mio. € |
| Projektdauer | 8–10 Jahre |
| Sperren (Mittellauf) | >65 |
| WLV-Vorjahresaktivität | 54,9 Mio. € in 167 Baulosen |
Die Maßnahme ist Teil fortlaufender Bemühungen von Bund und Land, die Schutzinfrastruktur in Tirol zu erhalten und auszubauen. Für betroffene Anrainer in Ramsau und Mayrhofen bedeutet das mehr Sicherheit, jedoch auch eine längere Phase mit Baustellenaktivitäten, die lokal spürbar sein wird.