Tatvorwurf und Fund
Im Wiener Mordprozess gegen zwei Männer geht es um den gewaltsamen Tod eines 37‑Jährigen, dessen Leiche am 19. August 2025 von einem Spaziergänger in der Donau entdeckt wurde. Der Fundbericht beschreibt, dass der Mann bereits deutliche Verwesungserscheinungen aufwies, als Passant und eine später hinzugeeilte Schwimmerin die Polizei informierten.
Anklagebild und Zeugenaussagen
Der Staatsanwaltschaft zufolge sollen die beiden Angeklagten den 37‑Jährigen zunächst angegriffen und bewusstlos geschlagen haben. Anschließend hätten sie ihn von einem Brückenpfeiler unterhalb der Nordbrücke über einen Treppelweg zur Neuen Donau geschleppt und so lange unter Wasser gedrückt, „bis der Mann ertrunken ist“, erklärte die Anklägerin den Geschworenen.
„…den Mann ,ins Wasser getaucht, bis er nicht mehr geatmet hat'“,
berichtet eine Zeugin, die von einem der Beschuldigten ein Geständnis gegenüber Dritten wiedergab. Diese Frau gab an, mit den beiden Polen zuvor zusammen Wodka getrunken und an einem Schlafplatz gefeiert zu haben. Sie schilderte, dass die beiden Angeklagten dem Opfer zunächst auf den Kopf geschlagen hätten; von den späteren Schlägen habe sie nichts mitbekommen, weil sie geschlafen habe.
Beschuldigte, Festnahmen und Vorwürfe
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelt es sich bei einem der Angeklagten um einen 44‑jährigen Polen; sein Mitangeklagter sei sein „um ein Jahr jüngerer Landsmann“ (also 43), wie eine Zeugin schilderte. Die beiden Männer wurden nacheinander festgenommen, und zwar am 23. August beziehungsweise am 24. Oktober. Beide zeigen sich laut bisherigen Verfahrensunterlagen nicht geständig.
- Opfer: 37‑jähriger Mann, Leiche in der Donau aufgefunden (19.8.2025)
- Angeklagte: zwei Männer aus Polen (44 und 43 Jahre)
- Festnahmen: 23. August und 24. Oktober
Kontext und Folgen für den öffentlichen Raum
Die Tatvorwürfe werfen Fragen zur Sicherheit an den Uferbereichen der Donau und zur Situation von Menschen, die an solchen Stellen schlafen oder ihren Alltag verbringen. Für Anrainer und Erholungssuchende sind die Details des Prozesses von Relevanz, weil sie das Sicherheitsgefühl an beliebten Freizeitorten betreffen. Gleichzeitig rücken Aspekte wie die Versorgung, Betreuung und der Schutz von obdachlos lebenden Personen in den Blickpunkt, ohne deren Lebensumstände hier jedoch näher zu beschreiben.
Verfahrensstand und Ausblick
Das Verfahren läuft derzeit vor dem Gericht; Staatsanwaltschaft und Anklage legen den Geschworenen den Vorwurf des Mordes vor. Ob und in welchem Umfang die Zeugenaussagen strafmildernd oder -erschwerend gewertet werden, wird Teil der Beweisaufnahme sein. Die Beschuldigten haben bisher keine umfassende Einlassung abgegeben, laut Angaben der Anklage zeigten sie sich nicht geständig.
| Datum | Ereignis |
|---|---|
| 19. August 2025 | Fund der Leiche in der Donau |
| 23. August 2025 | Festnahme eines Beschuldigten |
| 24. Oktober 2025 | Festnahme des zweiten Beschuldigten |
Für die betroffenen Bezirke und die vielen Menschen, die sich täglich an der Donau oder Neuen Donau aufhalten, sind solche Fälle eine Mahnung an die öffentliche Sicherheit und an die Notwendigkeit präventiver Maßnahmen. Der Prozess wird weiter beobachtet, da er auch Auskunft über Hintergründe, mögliche Motive und Verantwortlichkeiten geben kann.