Konsequenzen nach Vorwürfen zu Social-Media-Aktivitäten
Die Stadt Wien hat in der Causa Marktamt personelle Maßnahmen getroffen: Der bisherige stellvertretende Abteilungsleiter und Sprecher des Marktamts, Alexander Hengl, wurde mit Wirksamkeit vom 21. Juli 2026 in eine andere Magistratsabteilung ohne Führungsaufgaben versetzt. Ebenfalls weg von seiner früheren Funktion ist der ehemalige Leiter des Marktamts, Andreas Kutheil; er wurde in eine Abteilung ohne Kundenkontakt und führungsfreie Aufgaben überstellt.
Vorwurf: Fake-Accounts für Markt-Werbung
Aus Medienberichten geht hervor, dass Hengl vorgeworfen wird, auf Plattformen wie Facebook falsche Profile angelegt und diese zur Unterstützung von Beiträgen des Marktamts verwendet zu haben. Dabei wurden angeblich Kommentare unter Profilnamen veröffentlicht, die positive Reaktionen auf Veranstaltungen wie die Lange Nacht der Wiener Märkte zeigten. Als Beispiele wurden Beitragstexte genannt.
„Wird wieder mega“
Diese Form der Veröffentlichung würde nach Einschätzung Beobachterinnen und Beobachter gegen die Wiener Medien-Verordnung verstoßen. Nähere dienstrechtliche oder strafrechtliche Feststellungen wurden von der Magistratsdirektion nicht im Detail veröffentlicht; man verweist auf die laufenden internen Schritte.
Bisherige Hinweise zu neuen Dienstorten
Nach Informationen des ORF Wien dürfte Hengl in die MA 39 (Prüf-, Inspektions- und Zertifizierungsstelle) versetzt worden sein. Kutheil soll nach Berichten hingegen beim Stadtservice Wien tätig sein. Beide Positionen sind den Angaben zufolge ohne Führungsverantwortung und ohne Kundenkontakt.
- Personen: Alexander Hengl (ehem. Vize/Sprecher Marktamt), Andreas Kutheil (ehem. Leiter Marktamt)
- Maßnahmen: Versetzung in andere Abteilungen ohne Leitungsaufgaben
- Mögliche Rechtsgrundlage: Verstöße gegen die Wiener Medien-Verordnung werden diskutiert; interne Verfahren laufen
Was das für Wienerinnen und Wiener bedeutet
Für Besucherinnen und Besucher der städtischen Märkte ändert sich an den Angeboten vorerst nichts. Die Entscheidungen betreffen interne Verwaltungsstrukturen und die Frage, wie kommunale Öffentlichkeitsarbeit in sozialen Medien kontrolliert wird. Die Versetzungen signalisieren, dass die Magistratsdirektion personelle Schritte setzt, wenn Fehlverhalten in der Kommunikation vermutet wird. Konkrete disziplinarische Ergebnisse oder strafrechtliche Ermittlungen wurden bislang nicht öffentlich gemacht.
| Name | Frühere Rolle | Neue Zuweisung | Status |
|---|---|---|---|
| Alexander Hengl | Abteilungsleiter-Stellvertreter/Sprecher Marktamt | MA 39 (vermutlich), ohne Führungsaufgaben | versetzt |
| Andreas Kutheil | Leiter Marktamt | Stadtservice Wien (vermutlich), ohne Kundenkontakt | versetzt |
Die Magistratsdirektion hatte bereits mitgeteilt, dass Hengl seine Stellvertreter-Funktion vergangene Woche verloren habe und die weiteren internen Schritte abgeschlossen wurden. Unabhängige Medien berichten darüber hinaus über mutmaßliche Fake-Profile, die die Kommunikation des Marktamts positiv kommentiert haben sollen. Welche disziplinarischen Schritte folgen, bleibt abzuwarten.
Die Stadt Wien hat auf Anfragen zum Sachverhalt keine zusätzlichen Details über mögliche Ermittlungen oder dienstrechtliche Konsequenzen veröffentlicht. Damit bleibt unklar, ob die Vorgänge formell weiter verfolgt werden und ob es zu weiteren personellen Änderungen kommen wird.