Neubesetzung an sensibler Schnittstelle der Sicherheit
Mit dem Beginn des Monats August 2026 hat Viola Trettenbrein die dauerhafte Leitung des Landesamtes Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE) bei der Landespolizeidirektion Kärnten übernommen. Die Bestellung gilt ab dem 1. August 2026. Trettenbrein hatte die Aufgaben des Amtes bereits seit 2022 interimistisch wahrgenommen.
Werdegang und fachliche Stationen
Trettenbrein trat nach ihrer Matura an der Handelsakademie im Jahr 1998 in den Exekutivdienst bei der Bundespolizeidirektion Wien ein. Ihre Laufbahn umfasste Einsätze auf verschiedenen Polizeiinspektionen in Wien, die Grundausbildung zur Kriminalbeamtin sowie eine Verwendung beim Landeskriminalamt Wien. Im Zuge der Polizeiausbildung absolvierte sie auch eine Qualifikation zur "leitenden Beamtin" und schloss den Studiengang "Polizeiliche Führung" an der Fachhochschule Wiener Neustadt ab.
Stationen in Kärnten
Nach der Offiziersausbildung wechselte Trettenbrein 2013 zur Landespolizeidirektion Kärnten und führte dort bis 2017 das Kriminalreferat im Stadtpolizeikommando Villach. Seitdem war sie in einer leitenden Funktion im Bereich Staatsschutz in Kärnten tätig, ehe sie 2022 interimistisch die Leitung des LSE übernahm und nun dauerhaft bestellt wurde.
„Ich betrachte meine neue Aufgabe als große Herausforderung. Denn der Auftrag des Staatsschutzes ist es, die Demokratie zu schützen, Extremismus zu bekämpfen und das Vertrauen der Menschen in unseren Rechtsstaat jeden Tag aufs Neue zu stärken“, so Trettenbrein.
Kontext und Bedeutung
Das Amt für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung nimmt eine zentrale Rolle bei der Erkennung und Abwehr politisch motivierter Gefahren für die demokratische Grundordnung ein. Die dauerhafte Bestellung einer erfahrenen Führungsperson signalisiert Kontinuität nach einer längeren interimistischen Leitung. Konkret werden in Kärnten Fragen von Extremismusprävention, Beobachtung radikaler Bestrebungen und Schutz potenziell gefährdeter demokratischer Prozesse koordiniert.
Weitere Personalentscheidungen
Parallel gab die Landespolizeidirektion Kärnten bekannt, dass auch das Bezirkskommando Hermagor eine neue Führung erhält: Hauptmann Christoph Michelitsch übernimmt ab dem 1. August 2026 das Kommando über derzeit 60 Beamtinnen und Beamte. Michelitsch war unter anderem 2009 im polizeilichen Außendienst tätig, arbeitete 2024 im Innenministerium in Wien und wurde ab dem 1. Oktober 2025 stellvertretender Bezirkspolizeikommandant in Spittal an der Drau.
- 1. August 2026 – Amtsantritt Viola Trettenbrein als LSE-Leiterin
- 2022 – Beginn der interimistischen Leitung durch Trettenbrein
- 60 – derzeitige Personalstärke des Bezirkspolizeikommandos Hermagor
| Jahr | Station / Funktion |
|---|---|
| 1998 | Eintritt in den Exekutivdienst, Bundespolizeidirektion Wien |
| 2013 | Wechsel zur Landespolizeidirektion Kärnten |
| 2017 | Ende der Leitung Kriminalreferat Villach |
| 2022 | Interimistische Leitung des Staatsschutzes |
| 1. August 2026 | Dauerhafte Bestellung als LSE-Leiterin |
Die Personalentscheidungen in Kärnten betreffen Bereiche mit unmittelbarem Bezug zur inneren Sicherheit und zur Wahrung demokratischer Strukturen. Konkrete operative Schwerpunkte der neuen Amtsleitung wurden in der Mitteilung nicht näher spezifiziert; die Aussendung betont jedoch die Verpflichtung, Extremismus zu bekämpfen und das Vertrauen in den Rechtsstaat zu stärken.