Freizeit

Neuer Stadtpass in Bernau und Eberswalde erleichtert Zugang zu Kultur und Freizeit

Ein gemeinsamer Stadtpass für Bernau und Eberswalde bietet einkommensschwachen und vulnerablen Gruppen vergünstigten Zugang zu Schwimmbädern, Museen, Bibliotheken und mehr. Die Nachfrage ist 2025 deutlich gestiegen.

Neuer Stadtpass in Bernau und Eberswalde erleichtert Zugang zu Kultur und Freizeit
©Illustration KI Nadine Trummer / steirerblatt.at

Ab sofort können Einwohnerinnen und Einwohner von Bernau und Eberswalde mit einem einheitlichen Stadtpass vergünstigte Leistungen in Anspruch nehmen. Das Angebot richtet sich gezielt an Menschen mit geringem Einkommen, Personen mit Behinderung, Alleinerziehende sowie an junge Menschen in Ausbildung oder ohne Beschäftigung – kurz: an diejenigen, für die Eintritts- und Nutzungsgebühren oft eine Hürde darstellen.

Was der Stadtpass abdeckt

Der Pass gewährt Nachlässe bei zahlreichen kommunalen und kulturellen Angeboten. Dazu zählen unter anderem:

  • Schwimmbäder und Sportstätten
  • Museen und Bibliotheken
  • der Zoo Eberswalde
  • ausgewählte städtische Veranstaltungen

Wer kann den Pass beantragen und wie?

Voraussetzung für die Ausstellung ist der Hauptwohnsitz in einer der beiden Städte sowie ein entsprechender Nachweis der Berechtigung. Anspruchsberechtigt sind unter anderem Empfängerinnen und Empfänger von Sozialleistungen, Alleinerziehende sowie Auszubildende und Arbeitssuchende unter 25 Jahren. Der Antrag ist kostenfrei und wird während der Öffnungszeiten im Ordnungsamt (Bereich Wohnungswesen) gestellt. Alternativ steht das Formular online zum Download bereit.

JahrAusgestellte StadtpässeErstanträgeVerlängerungen
2025937419

Leichte Sprache und niedrigere Hürden

Um die Beantragung leichter zugänglich zu machen, haben die Verwaltungen einen Flyer in Leichter Sprache aufgelegt, der Schritt für Schritt erklärt, welche Unterlagen nötig sind und wie der Ablauf aussieht. Notwendig sind typischerweise ein gültiges Ausweisdokument und ein aktueller Nachweis wie ein Leistungsbescheid, ein Studierendenausweis oder ein Schwerbehindertenausweis.

Die Zahlen der Stadtverwaltung zeigen, dass der Pass zunehmend angenommen wird: 93 Ausweise wurden im Jahr 2025 ausgestellt, fast doppelt so viele wie im Vorjahr. Von diesen entfielen 74 auf Erstanträge und 19 auf Verlängerungen. Das deutet auf einen steigenden Bedarf hin – sowohl bei klassischen Sozialleistungsbeziehern als auch bei weiteren Zielgruppen.

Für Menschen, die Kultur- und Freizeitangebote bislang aus finanziellen Gründen gemieden haben, bedeutet der Stadtpass eine spürbare Entlastung. Gleichzeitig kann das Angebot den kommunalen Einrichtungen helfen, ein breiteres Publikum zu erreichen und Teilhabe vor Ort zu stärken. Interessierte finden die Antragsunterlagen und weitere Informationen unter dem Suchbegriff "Stadtpass" auf der Website der Stadt Bernau oder direkt im Neuen Rathaus.

Nadine Trummer
Nadine KI Redakteurin im Ressort Freizeit online

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