Abschluss nach 160 Stunden: Praxisnahe Ausbildung für lokale Naturvermittlung
Im westlichen Mostviertel haben 14 Teilnehmer:innen den LFI-Zertifikatslehrgang „Natur- und Landschaftsvermittlung“ erfolgreich abgeschlossen. Der Kurs, der von August 2025 bis Juni 2026 durchgeführt wurde, umfasste insgesamt 160 Stunden und verband theoretische Inhalte mit praktischen Übungen und Exkursionen in der Region.
Präsentation vor Fachpublikum
Die im Lauf des Lehrgangs erarbeiteten Vermittlungsprojekte wurden einem Fachpublikum vorgestellt: Teile der Präsentation fanden im Schloss Rothschild statt, die Abschlusspräsentation wurde am 20. Juni 2026 in der Bezirksbauernkammer Waidhofen/Ybbs durchgeführt. An der Jury beteiligten sich unter anderem Markus Brandstetter (Vizebürgermeister Amstetten), Peter Tomazic (Firma Warco), Julia Stix (Mostvierteltourismus) sowie Bernadette Pree und Ronnie Walcher (Naturpark Ybbstal).
Inhalte und Zielgruppe des Lehrgangs
Der Lehrgang richtete sich an Personen, die ein vertieftes Verständnis für Natur, Landschaft und regionale Besonderheiten gewinnen und dieses in ihrer Vermittlungsarbeit umsetzen wollen. Vermittelt wurden Themen wie Landschaftsentstehung, regionale Flora und Fauna, didaktische Methoden der Naturvermittlung sowie rechtliche Rahmenbedingungen. Ziel war es, berufliche Perspektiven in der Bildungs- und Erlebnisbranche zu erweitern und qualitativ hochwertige Angebote für Besucher:innen und Einheimische zu entwickeln.
- Teilnehmeranzahl: 14 Absolvent:innen
- Dauer: August 2025 – Juni 2026
- Umfang: 160 Stunden
- Präsentationsorte: Schloss Rothschild, Bezirksbauernkammer Waidhofen/Ybbs
Konkrete Bedeutung für die Region
Die neu zertifizierten Naturvermittler:innen bringen Angebote in den Bereichen Streuobstwiesen, Forstheide und Gewässerökologie (u. a. Hinweise auf Artengruppen wie den Steinkrebs) in die Region. Für Waidhofen an der Ybbs und das umliegende Mostviertel bedeutet das:
- Erweiterte Bildungsangebote für Schulen, Vereine und Tourismuspartner
- Möglichkeit für neue Führungs- und Erlebnisformate in Wander- und Naturräumen
- Stärkung regionaler Kooperationen zwischen Naturpark, Tourismusorganisationen und landwirtschaftlichen Institutionen
Angebote suchen Zusammenarbeit
Die Absolvent:innen stellten ihre Konzepte vor einem Fachpublikum vor, zu dem Vertreter:innen aus Tourismus, Landwirtschaft und Naturschutz zählten. Für Gemeinden, Bildungseinrichtungen und Veranstalter bietet sich jetzt die Gelegenheit, gezielt Kooperationen zu schließen, um die neuen Programme in lokale Jahresprogramme, Schulprojekte und touristische Angebote zu integrieren.
| Aspekt | Auswirkung vor Ort |
|---|---|
| Neue Vermittlungsformate | Mehr attraktive Angebote für Einheimische und Gäste |
| Fachliche Qualifikation | Verbesserte Qualität von Führungen und Workshops |
| Kooperationspotenzial | Engere Vernetzung von Naturpark, Tourismus und Landwirtschaft |
Für Bürger:innen und Verantwortliche in Gemeinden des Bezirks empfiehlt es sich, aktiv Kontakt zu den neuen Naturvermittler:innen aufzunehmen, um Schwerpunkte, Zielgruppen und Zeitpläne für lokale Bildungsprojekte abzustimmen. Die Qualifikation der 14 Absolvent:innen stellt eine unmittelbare Verstärkung der regionalen Umweltbildungslandschaft dar und kann dazu beitragen, Interesse und Wissen über lokale Naturräume nachhaltig zu festigen.