Verstärkung für den Rettungsdienst: Ehemalige Zivildiener gehen ins Ehrenamt
Mit dem Ende ihres Pflicht- beziehungsweise freiwilligen sozialen Engagements haben jüngst insgesamt neun junge Menschen ihren Dienst beim Roten Kreuz Waidhofen/Ybbs abgeschlossen. Nach Angaben der Bezirksstelle beendeten sechs Zivildiener sowie drei Absolventen des Freiwilligen Sozialjahres ihre Einsatzzeit mit Ende Juni. Bei einer kleinen Feierstunde Mitte Juli wurden die jungen Mitarbeiter offiziell verabschiedet.
Die Zahlen zeigen das Ausmaß ihrer Tätigkeit: In den vergangenen Monaten legten die jungen Rotkreuz-Mitarbeiter mehrere Tausend Kilometer zurück und führten dabei mehr als 5.000 Patiententransporte durch. Für die Rettungsorganisation vor Ort sind solche Einsätze nicht nur kurzfristig wichtig, sondern tragen auch langfristig zur Personalstabilität bei, wenn sich Dienstzeitende und freiwilliges Engagement verbinden.
„Mit einer Entscheidung für den Zivildienst oder auch das Freiwillige Sozialjahr erwerben junge Frauen und Männer soziale Kompetenzen und übernehmen Verantwortung. Wer im Rettungsdienst tätig ist, kann zudem auch eine Berufsausbildung absolvieren“,
Das sagte Mag. Kurt Marcik, Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes Waidhofen/Ybbs. Er betonte dabei zwei wesentliche Motive, die junge Menschen an die Organisation binden: den sozialen Zusammenhalt und die sinnstiftende Tätigkeit im Einsatz für andere. Nach seinen Worten bleiben viele ehemalige Zivildienstleistende und FSJ-Absolventen als freiwillige Helfer aktiv, weil sie einerseits Freundschaften knüpfen und andererseits ihre Freizeit sinnvoll einsetzen.
Konkrete Bedeutung für die Region
Für die Bevölkerung im Bezirk Waidhofen an der Ybbs hat die Entwicklung mehrere praktische Auswirkungen:
- Erhöhte Einsatzkapazität durch zusätzliche freiwillige Kräfte, die ausgebildet und einsatzbereit sind.
- Stabilere Dienstpläne im Rettungsdienst, da ehemalige Zivildiener weiter mithelfen.
- Nachwuchs- und Karrierewege: Der Dienst ermöglicht Einblicke in den Rettungsbetrieb und kann zu einer späteren Berufsausbildung im Gesundheitsbereich führen.
Die Verknüpfung von Pflicht- und Ehrenamt ist für lokale Hilfsorganisationen von großer Bedeutung: Während der Zivildienst kurzfristig personelle Lücken schließt, sichern freiwillig Bleibende langfristig Know-how und Erfahrung. Gerade in ländlichen Regionen wie dem Bezirk Waidhofen an der Ybbs sind ehrenamtliche Einsatzkräfte oft das Rückgrat der Notfallversorgung.
| Parameter | Anzahl |
|---|---|
| Zivildiener (beendet) | 6 |
| Freiwilliges Sozialjahr (beendet) | 3 |
| Wechsel ins Ehrenamt | 6 |
| Patiententransporte (insgesamt) | mehr als 5.000 |
Abschließend unterstrich die Bezirksstelle, dass die neunmonatige Einsatzzeit für die jungen Rotkreuz-Mitarbeiter eine prägende Erfahrung sei: Sie lernten neue Lebenssituationen kennen und leisteten konkrete Hilfe für Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind. Für Einwohnerinnen und Einwohner der Hauptgemeinde Waidhofen an der Ybbs bedeutet das: gut ausgebildete Freiwillige bleiben Teil der lokalen Notfallvorsorge.