Dringende Vergaben trotz Haushaltsloch
Waidhofen/Ybbs steht vor einer Reihe von Entscheidungen mit konkreter Wirkung für den Alltag der Einwohnerinnen und Einwohner. In einer Sondersitzung des Gemeinderats werden unter anderem Auftragsvergaben für drei Volksschulprojekte behandelt, damit die Arbeiten planmäßig im September beginnen können. Diese Beschlüsse sind erforderlich, obwohl die Stadt für 2026 einen budgetierten Abgang von über 700.000 Euro ausweist.
Verkehrsprojekt rund um McDonald’s sorgt für Debatte
Für besondere Aufmerksamkeit sorgt ein plötzlich fällig gewordenes Kreuzungs- und Anbindungsprojekt im Patertal: Dort wurde kürzlich der Bau einer neuen McDonald’s-Filiale gestartet, die nach Angaben der Stadt im November eröffnen soll. Die bestehende Zufahrt in das Betriebsgebiet ist bereits jetzt häufig belastet; die geplante Verkehrsmaßnahme soll die Situation entschärfen.
- Beschluss über Vergaben für drei Volksschulprojekte (Baubeginn: September)
- Entscheidung über Verkehrsmaßnahme im Patertal wegen neuer McDonald’s-Filiale (Eröffnung geplant: November)
- Haushaltssituation: defizitärer Plan für 2026 mit mehr als €700.000 Abgang
Die Maßnahme im Patertal wird politisch kontrovers diskutiert: Vertreter der Opposition kritisieren, dass öffentliche Mittel in die Anbindung eines internationalen Konzerns fließen und damit erneut Boden versiegelt werde. Bürgermeister Werner Krammer entgegnete, dass "
Jede Straße, jeder Rad- oder Gehweg wird öffentlich finanziert" und betonte, dass von McDonald’s Österreich eine Mitfinanzierung vorgesehen sei. Baustadtrat Martin Dowalil erklärte, er sehe ebenfalls keine Freude an der Situation, halte es aber für notwendig, "
für eine vernünftige Verkehrssituation" zu sorgen, weil seitens der Landesverkehrsbehörde keine Auflagen erfolgt seien.
Konkrete Folgen für Anrainer und Verkehrsteilnehmer
Für die Bewohnerinnen und Bewohner in der Umgebung des Patertals bedeuten die geplanten Arbeiten eine erwartbare Umstellung: Änderungen bei Zufahrten, mögliche Bauphasen mit lokalem Verkehrsregime und mittelfristig eine veränderte Verkehrsführung in einem bereits oft belasteten Bereich. Eltern und Schulwege könnten ebenfalls betroffen sein, wenn im Zuge der Schulbaumaßnahmen Baustellenverkehr in Wohngebiete verlagert wird.
| Projekt | Entscheidung in Sitzung | Geplanter Beginn/Eröffnung | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| Volksschulprojekt 1–3 | Auftragsvergaben | Arbeiten ab September | Notwendig für termingerechten Baubeginn |
| Patertal – Kreuzungs-/Anbindungsprojekt | Auftragsvergabe/Finanzklärung | Baustart abhängig von Vergabe | Mitfinanzierung durch McDonald’s angekündigt |
Ausblick
Die Sondersitzung bringt Entscheidungen, die kurzfristig umgesetzt werden müssen, wenn Zeitpläne eingehalten werden sollen. Gleichzeitig wirft sie Fragen zur Priorisierung öffentlicher Mittel auf. Für die Bevölkerung bleibt wichtig: Welche Kostenanteile trägt die Stadt, welche übernimmt der private Investor, und mit welchen temporären Einschränkungen ist während der Bauphasen zu rechnen? Konkrete Zahlen zur Kostenverteilung sind in der bisherigen Berichterstattung nicht ausgewiesen und dürften in der Sitzung selbst thematisiert werden.
Kontakt und Bedeutung: Die Beschlüsse betreffen Eltern, Schulkinder, Anrainer des Patertals sowie Pendler auf der B121 und in den betroffenen Betriebsgebieten. Werterhalt und Verkehrssicherheit stehen ebenso auf dem Prüfstand wie die Frage, wie die Stadt ihre knappen Mittel priorisiert.