Akute Versorgungskrise trifft Betriebe im Bezirk
Der Unabhängige Bauernverband (UBV) im Bezirk Amstetten schlägt Alarm: Wasser- und Futtermittelknappheit seien bereits jetzt dramatisch und drohten sich weiter zu verschärfen. In einer Besprechung mit UBV-Mitgliedern wurde die Situation als derart kritisch bewertet, dass umgehende politische und administrative Maßnahmen gefordert werden.
Forderung nach außerordentlichen Gremiensitzungen
Der UBV unterstützt laut Aussagen den Kammerobmann Andreas Pum in der Forderung, zeitnah eine Hauptausschusssitzung der Bezirksbauernkammer einzuberufen. Landeskammerrat Herbert Hochwallner betont, dass Beschlüsse aus einer solchen Sitzung möglichst rasch in einer Vollversammlung formell bestätigt werden müssen, um gegenüber Förderstellen und Behörden Gewicht zu haben. Aus Sicht des UBV sollten parteipolitische Erwägungen in der aktuellen Lage keine Rolle spielen.
„Angesichts der prekären Lage verzichten die UBV-Bezirkskammerräte auf das Sitzungs- und Kilometergeld.“
Konkrete Auswirkungen auf Betriebe
Der Mangel an Futtermitteln zwinge bereits zu Notverkäufen von Nutztieren, was die Erlöse drücke und die Finanzlage der Betriebe weiter verschärfe. Der UBV warnt, dass dadurch Liquiditäts- und Finanzierungsprobleme zunehmen und die Existenz einzelner Betriebe bedroht sei.
- Freigabe aller Futterflächen zur Versorgung von Nutztieren ohne Kürzung von Förderprämien
- Vereinfachte Abwicklung beim Zukauf von Futtermitteln
- Aussetzung von Schnittzeitpunkten und Auflagen im Rahmen von "Immergrün" ohne Prämienkürzungen
Was das für Landwirte im Bezirk bedeutet
Für Landwirte im Bezirk Amstetten könnten schnelle Entscheidungen über die Freigabe von Flächen und die Anpassung von Förderauflagen kurzfristig Liquidität sichern und Notverkäufe reduzieren. Praktisch heißt das: Wer Flächen derzeit nicht nutzen darf, sollte rasch rechtssichere Möglichkeiten zur Futterproduktion erhalten; gleichzeitig müssten bürokratische Hürden beim Zukauf von Futter reduziert werden, um Versorgungslücken zu schließen.
Der UBV verlangt, dass die in den Gremien gefassten Beschlüsse anschließend zügig an Institutionen wie die AMA, die Bezirkshauptmannschaft, das Land Niederösterreich und die zuständigen Stellen auf Bundes- und EU-Ebene weitergeleitet werden, damit Hilfsmaßnahmen schnell greifbar werden.
| Problem | Geforderte Maßnahme |
|---|---|
| Futtermittelknappheit | Freigabe von Futterflächen ohne Förderkürzung |
| Beschaffungsprobleme | Vereinfachte Abwicklung von Futtermittelzukäufen |
| Auflagen für Flächen | Aussetzung von Schnittzeitpunkten/"Immergrün"-Auflagen ohne Prämienabzug |
Der Appell des UBV an Politik und Verwaltung ist klar: In der aktuellen Lage müsse das rasche Sicherstellen der Versorgung der Tiere Priorität haben. Ob und wie die geforderten Maßnahmen umgesetzt werden, bleibt abzuwarten; für die betroffenen Betriebe im Bezirk Amstetten ist eine zügige Reaktion jedoch entscheidend für die wirtschaftliche Stabilität in den kommenden Monaten.