Die Stadtgemeinde Wels hat am 6. Juli 2026 über einen Antrag der SPÖ beraten, der Schülerinnen und Schülern sowie begleitenden Lehrkräften kostenlose Fahrten mit den Wels Linien für Schulausflüge innerhalb des Stadtgebiets ermöglichen sollte. Eine Mehrheit im Gemeinderat kam nicht zustande: FPÖ und ÖVP stimmten dafür, das Anliegen zur weiteren Beratung an den zuständigen Ausschuss zu verweisen.
Was der Antrag vorsah
Die Initiative zielte darauf ab, Exkursionen und außerschulische Lernformen für Pflichtschulen einfacher und kostengünstiger zu machen. Konkret ging es um eine Gebührenbefreiung für Fahrten mit den städtischen Linien innerhalb der Stadtgrenzen ab dem Schuljahr 2026/27. Die SPÖ argumentiert, dadurch würden Familien finanziell entlastet und praxisnahe Lernmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler verbessert.
Reaktionen aus dem Gemeinderat
Verkehrsstadtrat Stefan Ganzert (SPÖ) zeigte sich über die Vertagung enttäuscht. Er warnte, dass die Überweisung in den Ausschuss die rechtzeitige Umsetzung vor dem kommenden Schuljahr gefährde.
„Exkursionen und praxisnahes Lernen sind essenziell für die Entwicklung unserer Kinder. Derzeit scheitern oder belasten solche Ausflüge oft an den Ticketkosten für den Bus.“
FPÖ und ÖVP begründeten ihre Entscheidung, den Antrag nicht sofort zu beschließen, mit dem Wunsch nach weitergehender Prüfung: Finanzielle Auswirkungen für das Stadtsäckel, organisatorische Fragen bei den Wels Linien und mögliche Voraussetzungen für eine zielgerichtete Umsetzung sollen im Ausschuss detailliert beleuchtet werden.
Konkrete Auswirkungen für Eltern und Schulen
- Bei einem Beschluss würde die Nutzung der Wels Linien für schulische Ausflüge innerhalb der Stadt ohne Ticketkosten möglich werden.
- Für das Schuljahr 2026/27 wäre eine schnelle Entscheidung nötig, damit Schulen ihre Exkursionen planen können.
- Im Moment bleibt es bei den bisherigen Regelungen: Kosten entstehen weiterhin, sofern keine Sonderregelung gilt.
Im Ausschuss werden voraussichtlich Fragen zu folgenden Punkten zu klären sein: Höhe der zu erwartenden Mindereinnahmen, notwendige Verwaltungsabläufe für die Ticketbefreiung, sowie mögliche Kriterien (z. B. Alter der Klasse, Ziel der Exkursion). Bis zu einer Entscheidung bleiben Schulen und Eltern auf die bisherigen Tarifregelungen angewiesen.
| Datum | Beschluss | Folge |
|---|---|---|
| 6. Juli 2026 | Antrag der SPÖ im Gemeinderat eingebracht | Überweisung an zuständigen Ausschuss (kein Beschluss) |
Die Debatte zeigt, dass urbane Mobilität und Bildungsförderung in Wels eng verknüpft sind. Für Eltern und Schulen bleibt die Frage aktuell, wie kurzfristig praktische Lösungen gefunden werden können, damit außerschulisches Lernen nicht an Transportkosten scheitert. Wann der zuständige Ausschuss den Vorschlag behandelt und ob es zu einer Umsetzung für das Schuljahr 2026/27 kommt, steht derzeit noch nicht fest.