Praxisorientierte Gründungsförderung an der HLW Hartberg
An der HLW Hartberg haben 36 Schülerinnen und Schüler im Zuge der Youth Entrepreneurship Week an eigenen Geschäftsideen gearbeitet und so konkrete Schritte in Richtung Unternehmensgründung unternommen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stammen aus den Klassen 2ABHLW und 1AL. Ziel der mehrtägigen Veranstaltung war es, die Grundlagen der Geschäftsentwicklung praxisnah zu vermitteln und das Vertrauen in die eigene Innovationsfähigkeit zu stärken.
Vom Problem zur Lösung: Strukturierter Workshop im Bio-Hotel
Der Workshop fand im Wilfinger Ring Bio-Hotel statt. Unter Anleitung von Business-Coaches und Mentorinnen und Mentoren erarbeiteten die Jugendlichen in Teams, wie eine Idee zu einem umsetzbaren Geschäftsmodell wird. Schwerpunkte waren:
- Problemanalyse und Definition eines konkreten Bedarfs
- Zielsetzung und erste Marktanalyse
- Kostenschätzung und Partnerfindung
- Erstellung von Prototypen und Pitch-Training
Begleitet wurden die Projekte von den Business-Coaches Sofie Marie Schuh und Andreas Karner. Insgesamt bildeten die Schülerinnen und Schüler fünf Gruppen, deren Ergebnisse in einem knapp zweiminütigen Pitch vor einer Jury zusammengefasst wurden.
Bedeutung für Region und Wirtschaft
Die Initiative knüpft an die wirtschaftliche Dynamik der Steiermark an: Für das Jahr 2025 weist die Wirtschaftskammer für das Bundesland 6.113 Unternehmensneugründungen aus. Projekte wie die Youth Entrepreneurship Week können dazu beitragen, dass junge Menschen im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld unternehmerische Kompetenzen entwickeln und diese in lokalen Gründungen umsetzen.
"Mit der Youth Entrepreneurship zeigt sich, dass sie ihren freien Geist entfalten
Die Erfahrung, eine Idee nicht nur zu besitzen, sondern sie auch strukturiert aufzubereiten, hat für die Jugendlichen konkrete Lernwirkungen: Präsentationssicherheit, Selbständigkeit und ein besseres Verständnis für betriebswirtschaftliche Zusammenhänge. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich zunächst erprobte Junior Companys später zu realen Betrieben weiterentwickeln — eine Perspektive, die für den regionalen Arbeitsmarkt relevant ist.
Was bedeuten diese Workshops für Eltern und Schulen?
Eltern und Lehrkräfte können aus solchen Projekten mehrere Effekte erwarten: Schülerinnen und Schüler erwerben praxisnahe Kompetenzen, die über den reinen Unterrichtsstoff hinausgehen; Lehrpläne profitieren von Kooperationen mit externen Coaches; regionale Betriebe erhalten einen direkten Zugang zu jungen Talenten. Für Schulen im Bezirk ist die Vernetzung mit Initiativen wie der Initiative for Teaching Entrepreneurship (IFTE) ein Weg, Lerninhalte realitätsnah zu vermitteln und mögliche Partner für spätere Kooperationen zu finden.
Konkrete nächste Schritte nach solchen Workshops sind in der Regel die Gründung von Junior Companys, die Teilnahme an Wettbewerben oder die Weiterentwicklung von Prototypen in Kooperation mit lokalen Betrieben. Die HLW Hartberg hat mit der Youth Entrepreneurship Week eine Basis geschaffen, auf der solche Entwicklungen aufbauen können.
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Teilnehmende SchülerInnen | 36 |
| Klassen | 2ABHLW, 1AL |
| Gruppen | 5 |
| Steiermark Neugründungen 2025 | 6.113 |
Für den Bezirk Hartberg-Fürstenfeld bedeutet das: Frühe Förderung von Gründungskompetenzen kann mittel- bis langfristig zur Stärkung der regionalen Wirtschaft beitragen. Solche Bildungsangebote sind damit mehr als schulische Übungen — sie sind ein Baustein für lokale Zukunftsperspektiven.