Großprojekte sollen Versorgung und Verkehrssicherheit verbessern
Die Marktgemeinde Pinggau setzt heuer ihren Schwerpunkt auf zwei langfristig wirkende Projekte: die Erneuerung alter Wasserleitungen und den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur an einer stark frequentierten Kreuzung. Die Maßnahmen folgen unmittelbaren Problemen in der Wasserversorgung und sollen zudem Platz für neue Wirtschaftsentwicklung schaffen.
Zu Jahresbeginn war die Gemeinde mit einer Serie von 16 Wasserrohrbrüchen konfrontiert. Die Vorfälle belasteten betroffene Haushalte, die kommunalen Einsatzkräfte und die Freiwillige Feuerwehr. Als Konsequenz beschloss der Gemeinderat einstimmig die Sanierung der rund 50 Jahre alten Leitungen: betroffen sind die Hauptwasserleitung von Brandstatt nach Wiesenhöf sowie die Ortswasserleitung.
Kooperation und Umfang der Wassersanierung
Gemeinsam mit der Nachbargemeinde Pinkafeld werden jeweils rund 2 Kilometer Leitungen erneuert und technisch auf den aktuellen Stand gebracht. Die Partnerschaft dürfte helfen, Planung und Ausführung zu koordinieren und Kosten zu optimieren. Für Haushalte bedeutet die Maßnahme langfristig höhere Versorgungssicherheit und geringere Ausfallrisiken.
Kreisverkehr als verkehrsplanerische Lösung
An der Kreuzung der B54 Wechsel Straße und der B63 Steinamanger Straße wird derzeit ein großer Umbau sichtbar: Aus der bisherigen, als unübersichtlich beschriebenen Kreuzung entsteht ein moderner Kreisverkehr. Neben einer erwarteten Erhöhung der Verkehrssicherheit schafft das Projekt eine neue Gewerbefläche mit 11.150 Quadratmetern und einer Erweiterungsmöglichkeit auf 15.760 Quadratmeter.
- Sanierung Wasserleitungen: rund 2 km pro Strecke (mit Pinkafeld)
- Kreisverkehr B54/B63: schafft Platz für Fußgänger und Radverkehr
- Gewerbefläche: 11.150 m² (erweiterbar auf 15.760 m²)
- Gesamtkosten für das Kreisverkehrsprojekt: etwa 2,6 Millionen Euro
Mit dem neuen Kreisverkehr wird auch eine direkte Zufahrt zum Badesee geplant und die Geschwindigkeit auf den Bundesstraßen B54 und B63 reduziert. Dadurch sollen Vorrang‑ und Ausfahrtsprobleme entschärft werden. Durch die Nutzung des vorhandenen Geländes kann auf eine Brücke Richtung Mönichkirchen verzichtet werden — ein Effekt, der künftig Instandhaltungs‑ und Sanierungskosten einsparen soll.
Finanzierung und Bedeutung für die Gemeinde
Die Baukosten für den Kreisverkehr werden mit rund 2,6 Millionen Euro beziffert. Ohne die Unterstützung des Landes wäre das Projekt für die Gemeinde nicht finanzierbar gewesen, heißt es aus der Berichterstattung. Die Investitionen in Wasserinfrastruktur und Verkehr sind nicht nur technische Maßnahmen, sondern haben direkte Auswirkungen auf Lebensqualität, Wirtschaftsentwicklung und die langfristigen Ausgabepositionen der Gemeinde.
| Projekt | Umfang | Kosten/Hinweis |
|---|---|---|
| Wasserleitungs‑Sanierung | je rund 2 km (Brandstatt–Wiesenhöf, Ortsleitung) | Gemeinsam mit Pinkafeld |
| Kreisverkehr B54/B63 | Neuer Kreisverkehr, Gewerbefläche 11.150 m² (erweiterbar) | ca. 2,6 Mio. Euro |
Für die Einwohnerinnen und Einwohner von Pinggau bedeuten die Maßnahmen vor allem: robustere Wasserversorgung, weniger Risiko für Versorgungsunterbrechungen, sicherere Verkehrsknotenpunkte und neue Gewerbeflächen, die Arbeitsplätze und zusätzliche Angebote bringen können. Die Gemeindebetroffenen sollten Baustellenzeiten und Verkehrsführungen weiter beachten; die Verwaltung wird konkrete Zeitpläne und Umleitungen rechtzeitig bekanntgeben.