Interaktive Klangwelten im Schwimmteich
Die neunte Fürstenfelder Wasser Biennale ist am Freibad in Fürstenfeld mit der Installation „Floating Dreams“ angekommen. Die von den Künstlern Anne Glassner und Luca Sarasaini präsentierte Arbeit setzt analoge Telefone als unmittelbare Schnittstelle zwischen Alltagsbewusstsein und Traumvorstellungen ein. Im Schwimmteich waren mehrere Apparate platziert, die Besucherinnen und Besucher dazu einluden, den Hörer aufzunehmen und den aufgezeichneten Erzählungen zu lauschen.
"Floating Dreams"
Die Erzählungen beruhen auf einer Sammlung von sogenannten Wasserträumen, die Anne Glassner über Jahre hinweg zusammengetragen hat. In Fürstenfeld wurden diese Fragmente als poetische Klangräume arrangiert und vier Tage lang öffentlich zugänglich gemacht. Ergänzend zu der performativen Präsentation wurde ein Workshop angeboten, der den Austausch zwischen Publikum und Künstlern ermöglichte.
Eröffnung mit lokalen Kulturvertretern
Zur offiziellen Eröffnung konnte Biennale‑Initiator und Künstler Günther Pedrotti neben den Workshopteilnehmerinnen und -teilnehmern auch Gregor Sommer, Kulturreferent, sowie Dr.in Gabriele Mackert, Leiterin des Instituts für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark, begrüßen. Ihre Anwesenheit signalisiert die lokale wie regionale Verankerung des Projekts und unterstreicht die Bedeutung von Kunst im öffentlichen Raum für die kulturelle Identität der Gemeinde.
- Ort: Freibad, Fürstenfeld
- Künstlerinnen/Künstler: Anne Glassner, Luca Sarasaini
- Projekt: Kunstinstallation „Floating Dreams“ (analoge Telefone, Klangarchive)
- Begleitprogramm: Workshop; Öffnungszeit: vier Tage (öffentlich zugänglich)
Bedeutung für Fürstenfeld und die Region
Fürstenfeld profitiert von solchen Formaten auf mehreren Ebenen: Die Biennale belebt öffentliche Räume wie das Freibad außerhalb des rein sportlichen Nutzens, fördert interaktive Begegnungen zwischen Kunstschaffenden und lokalen Besucherinnen und Besuchern und stärkt das kulturelle Angebot in der Stadt. Projekte, die auf sinnliche Erfahrungen setzen, erreichen oft Publikumsschichten, die klassische Ausstellungsformate weniger ansprechen. Das kann auch positive Effekte für den Tourismus und die lokale Gastronomie in den Abendstunden haben, etwa beim erwähnten Moonlight‑Schwimmen, das als Möglichkeit genannt wurde, einen Sommerabend ausklingen zu lassen.
Praktische Hinweise für Interessierte
Die Klanginstallation war über vier Tage zu erleben; wer an ähnlichen Formaten teilnehmen möchte, findet in öffentlichen Einrichtungen wie dem Freibad oder im Rahmen der Biennale Möglichkeiten für partizipative Kultur. Workshops bieten insbesondere für lokale Akteure eine Chance, direkte Kontaktpunkte mit Künstlerinnen und Künstlern herzustellen und eigene Projekte zu entwickeln oder zu vernetzen.
| Element | Information |
|---|---|
| Veranstaltung | 9. Fürstenfelder Wasser Biennale |
| Installation | „Floating Dreams“ |
| Künstler | Anne Glassner, Luca Sarasaini |
| Ort | Freibad, Fürstenfeld |
Die Biennale zeigt, wie zeitgenössische Kunst öffentlichen Raum bespielen kann, ohne auf traditionelle Ausstellungsorte angewiesen zu sein. Für Bürgerinnen und Bürger im Bezirk Hartberg‑Fürstenfeld bedeutet das konkret: Kulturangebote werden sichtbarer, zugänglicher und bieten neue Anknüpfungspunkte für Beteiligung vor Ort.