Praktisches Arbeiten statt fertiger Konzepte: Wie aus Ideen konkrete Treffpunkte wurden
In zwei Mittelschulen des Bezirks haben Jugendliche mit eigener Initiative und handwerklichem Einsatz Bereiche geschaffen, die künftig als Aufenthalts- und Lernorte dienen. Die Projekte an den Schulen in Kirchbach und St. Margarethen an der Raab entstanden im Rahmen des Mitmach-Wettbewerbs des Vereins Technik für Kinder Vulkanland. Die Schülerinnen und Schüler waren nicht nur für die Ideenfindung verantwortlich, sondern begleiteten auch die Umsetzung von der Skizze bis zur Montage.
Von der Idee zur Umsetzung
Teilnehmende Schulen wurden aufgefordert, fehlende Möbelstücke oder Bereiche zu identifizieren, die den Schulalltag verbessern könnten. Eingereicht werden konnten unterschiedlichste Formate — von Zeichnungen über Modelle bis zu kurzen Videos. Eine Jury wählte aus den Beiträgen jene Konzepte aus, die sich durch Umsetzbarkeit und Nutzen überzeugten; die beiden Gewinnerprojekte wurden anschließend gemeinsam mit erfahrenen Mentorinnen und Mentoren verwirklicht.
- Mittelschule Kirchbach: Um den Lindenbaum im Schulhof wurde ein Holzdeck geschaffen, das zum Lesen, Lernen im Freien und zum Austausch einlädt.
- Mittelschule St. Margarethen an der Raab: Ebenfalls ein siegreiches Konzept, das von einer Klasse selbst erarbeitet und umgesetzt wurde.
"Chill-out-Deck"
Am Projekt in Kirchbach hatte eine Schülerin die ursprüngliche Idee, aus der das als "Chill-out-Deck" bezeichnete Bauwerk entstand. Die dritte Klassen arbeiteten dafür an zwei Projekttagen im Technikhaus des Vereins. Dort standen Hobeln, Sägen, Bohren, Schleifen und Montieren auf dem Programm; Werkstattleiter und Mentoren unterstützten die Jugendlichen beim praktischen Bau der Bauteile.
| Schule | Projekt | Begleitung |
|---|---|---|
| Mittelschule Kirchbach | Holzterrasse (Chill-out-Deck) | Fachlehrer Benjamin Archan, Werkstattleiter Johannes Dichtinger, Mentoren |
| Mittelschule St. Margarethen an der Raab | Gewinnerprojekt (Klassenidee) | Technik für Kinder Vulkanland |
Bedeutung für den Schulalltag
Solche selbstgebauten Sitz- und Lernzonen können den Unterricht erweitern, indem sie das Arbeiten im Freien erleichtern und Räume für informelle Kommunikation schaffen. Die Beteiligung der Schülerinnen und Schüler am gesamten Prozess fördert praktische Kompetenzen, Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Für Lehrkräfte bedeutet das zugleich: neu geschaffene Angebote für projektorientierten Unterricht und zusätzliche Rückzugs- beziehungsweise Begegnungsorte für Pausen.
Für Eltern und Gemeindevertreter bleibt wichtig zu wissen, dass die Umsetzung nicht extern erledigt, sondern von den Jugendlichen mit fachlicher Begleitung realisiert wurde. Das Projekt verbindet handwerkliche Ausbildung mit schulischer Mitbestimmung und stärkt so die lokale Bildungslandschaft im Bezirk Südoststeiermark.
Informationen zu weiteren Aktivitäten oder Teilnahmebedingungen künftiger Wettbewerbsrunden bietet der Verein Technik für Kinder Vulkanland.