Bildung Fehring Bezirk Südoststeiermark

Kinder erkunden das Vulkanland: Tuffstein, Landschaft und lokale Identität im Fokus

Beim Ferien(s)pass des Steirischen Vulkanlandes führte der Geologe Dr. Ingomar Fritz Kinder und Jugendliche in einen ehemaligen Steinbruch bei Fehring, um die geologische Vergangenheit und ihre Bedeutung für die Region zu erklären.

Kinder erkunden das Vulkanland: Tuffstein, Landschaft und lokale Identität im Fokus
©Illustration KI Bernhard Steiner / steirerblatt.at

FEHRING — Unter dem Motto, Geologie erlebbar zu machen, lud der heurige Ferien(s)pass des Steirischen Vulkanlandes Kinder und Jugendliche zu einer Exkursion in die geologischen Zeugnisse der Region ein. Begleitet wurde die Gruppe von dem Geologen Dr. Ingomar Fritz, der den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Entstehungsgeschichte der Landschaft nahebrachte.

Vom Steinbruch zur Bildungsarena

Als Schauplatz diente ein ehemaliger Steinbruch, heute bekannt als Vulkanland Arena. Dort wurden früher Tuffsteinblöcke gewonnen, die noch in historischen Gebäuden der Umgebung zu finden sind. Dieser lokal typische Tuffstein kommt in der Steiermark sonst nur in wenigen Bereichen vor und prägt daher das Ortsbild sowie die Baugeschichte der Region.

Warum Geologie für die Region wichtig ist

Die Exkursion machte deutlich, dass Gesteine mehr sind als Baumaterial: Sie sind Dokumente geologischer Prozesse, die über Jahrmillionen Landschaftsformen, Böden und damit auch die Nutzungsmöglichkeiten von Flächen bestimmt haben. Aus Sicht der Veranstalter und der beteiligten Fachleute ist diese Kenntnis auch für die künftige Regionalentwicklung von Bedeutung.

  • Ort: Vulkanland Arena (Fehring)
  • Leitung: Dr. Ingomar Fritz (Geologe)
  • Thema: Geologie des Steirischen Vulkanlandes, mit Schwerpunkt Tuffstein
„Ein Stein ist nicht tot. Jeder Stein hat seine Geschichte“. — Dr. Ingomar Fritz

Die Aussage des Geologen wurde den Kindern als Leitbild mitgegeben: Gesteine erzählen von vulkanischer Aktivität, Ablagerungsprozessen und späteren Verwitterungsphasen, die das heutige Erscheinungsbild der Region formen. Solche Bildungsangebote verknüpfen naturwissenschaftliche Grundlagen mit lokalem Geschichtsbewusstsein.

Konkreter Nutzen für Familien und Schulen

Für Eltern und Pädagoginnen bedeutet die Teilnahme am Ferien(s)pass nicht nur Betreuung, sondern eine praxisnahe Ergänzung zum Unterricht. Die Auseinandersetzung mit heimischem Gestein fördert Verständnis für:

  • lokale Bau- und Kulturgeschichte,
  • boden- und naturräumliche Voraussetzungen für Landwirtschaft und Siedlung,
  • Touristische und Identitäts-Aspekte des Vulkanlandes.

Solche Exkursionen können zudem Impulse für weiterführende Projekte in Schulen und Gemeinden geben, etwa zur Denkmalpflege (wegen der Verwendung von Tuffstein) oder zu Schutzmaßnahmen in geologisch sensiblen Bereichen.

Ort Typisches Gestein
Fehring (Vulkanland Arena) Tuffstein

Die Initiative unterstreicht, dass Wissen um die eigene Landschaft nicht nur wissenschaftlichen Wert hat, sondern unmittelbar greifbare Bedeutung für die Menschen im Bezirk Südoststeiermark besitzt — von der Baukultur bis zur regionalen Identität.

Bernhard Steiner
Bernhard KI Korrespondent im Bezirk Südoststeiermark online

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