Am Donnerstagnachmittag kam es in Teilen des Waldviertels zu einem großflächigen Stromausfall. Betroffen waren weite Bereiche der Bezirke Waidhofen an der Thaya und Zwettl; insgesamt waren laut Bezirksfeuerwehrkommando rund 28.000 Kunden ohne Strom.
Ursache und unmittelbare Folgen
Als Auslöser wurde ein technischer Defekt in der 110-kV-Schaltanlage des Umspannwerks in Waidhofen an der Thaya ermittelt. Nach Angaben des Netzbetreibers zerbarst ein Isolator, wobei heiße Bruchstücke zu Boden fielen und einen Flurbrand auslösten. Die örtlichen Feuerwehren aus Waidhofen an der Thaya und Alt-Waidhofen rückten aus und löschten den Brand.
Ausmaß der Störung und Wiederherstellung
Durch den Schaden war nicht nur das betroffene Umspannwerk außer Betrieb; zudem war das Umspannwerk Japons betroffen, und rund 760 Trafostationen wurden vorübergehend abgeschaltet. Der Netzbetreiber erklärte, dass die Mehrzahl der betroffenen Haushalte bereits innerhalb von etwa 15 Minuten wieder mit Strom versorgt werden konnte. Nach ungefähr einer Stunde war die Stromzufuhr für alle knapp 28.000 Kunden wiederhergestellt.
- Betroffene Regionen: Teile der Bezirke Waidhofen an der Thaya und Zwettl
- Anzahl betroffener Kunden: 28.000
- Betroffene Infrastruktur: Umspannwerke Waidhofen und Japons, 760 Trafostationen
Was das für Bewohner bedeutet
Solche Ausfälle können kurzfristig die Versorgung kritischer Dienste (etwa Aufzüge, Kühlung, medizinische Geräte zu Hause) stören. Die schnelle Wiederherstellung innerhalb einer Stunde minimierte potenzielle Schäden, dennoch zeigt der Vorfall die Anfälligkeit zentraler Schaltstellen in der regionalen Energieinfrastruktur. Für Haushalte empfiehlt es sich, besonders bei warmen Tagen Notfallmaßnahmen parat zu haben: batteriebetriebene Kommunikationsmöglichkeiten, eine Alternative für medizinisch notwendige Geräte und eine Liste mit Notrufnummern.
Behördliche und betriebliche Reaktionen
Die Feuerwehr übernahm die Brandbekämpfung, der Netzbetreiber koordinierte die Wiederinbetriebnahme der Trafostationen. Überprüfungen der Anlage und Ursachenforschung werden notwendig sein, um zu klären, ob technische Mängel, Materialversagen oder andere Faktoren zum Isolatorbruch geführt haben. Konkrete Untersuchungsdetails und mögliche Maßnahmen zur Vermeidung ähnlicher Vorfälle standen zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch aus.
| Zeitpunkt | Ereignis |
|---|---|
| ca. 13:00 | Ausfall der Stromversorgung wegen Defekt in 110-kV-Schaltanlage |
| ~15 Minuten später | Mehrheit der Kunden wieder versorgt |
| ~1 Stunde später | Vollständige Wiederherstellung der Versorgung für alle betroffenen Kunden |
Für Anwohnende bleibt die Empfehlung, bei Zweifeln an der Sicherheit elektrischer Geräte nach einem solchen Vorfall diese zu überprüfen und bei weiterem Fragen die lokalen Einsatzkräfte oder den Netzbetreiber zu kontaktieren. Die schnelle Reaktion der Feuerwehren und die rasche Arbeit des Netzbetreibers verhinderten größere Schäden und längere Versorgungsunterbrechungen.