Übernahme stärkt lokale Hotelbranche
Die Schiehser Hotels Gruppe hat das Hilton Garden Inn Innsbruck von der Union Investment erworben. Laut Mitteilung bleibt der bisherige Betreiber im Haus tätig und führt das Hotel weiterhin unter der Marke Hilton Garden Inn. Der Kaufpreis wurde zwischen den Parteien nicht bekanntgegeben.
Das Gebäude mit 159 Zimmern gehört seit 2015 zum Portfolio des Immofonds, der ausschließlich in Österreich angeboten wird. Die Immobilie wurde 2011 fertiggestellt und hat in den vergangenen Jahren mehrere Marken- und Betreiberwechsel erlebt: Bis Juli 2021 wurde sie als Ramada geführt, anschließend zeitweise als Tivolihotel unter der HR Group, und seit Ende 2024 unter der Marke Hilton Garden Inn betrieben.
Investitionen und Marktanalyse
Union Investment gab an, vor der aktuellen Veräußerung rund 4 Millionen Euro in Modernisierungen investiert zu haben, um das Hotel an den Ausstattungsstandard der Marke Hilton anzupassen. Die Fondsmanagerin Petia Zeiringer zieht eine positive Bilanz: Während der elfjährigen Haltedauer habe sich der Verkehrswert des Objekts um rund 20 Prozent erhöht.
„Der Markt ist für Investoren und Betreiber attraktiv“, heißt es vonseiten der Union Investment; die begründeten den Verkauf mit stabiler Nachfrage und einer begrenzten Projekt-Pipeline in Innsbruck.
- Eigentümerwechsel: Union Investment → Schiehser Hotels Gruppe
- Marke/Betreiber: Weiterhin Hilton Garden Inn
- Zimmeranzahl: 159
- Investitionen: rund 4 Mio. Euro Modernisierung
- Wertentwicklung: etwa +20% in 11 Jahren
Konsequenzen für Innsbruck
Für die Stadt bedeutet die Transaktion mehrere praktische Auswirkungen: Ein Betreiberwechsel ist nicht vorgesehen, wodurch Bewohnende und Gäste mit Kontinuität bei Personal, Buchungskanälen und Service rechnen können. Eigentümerwechsel beeinflussen jedoch langfristige Investitions- und Instandhaltungsentscheidungen — etwa hinsichtlich weiterer Modernisierungen oder strategischer Positionierungen am Markt. Die Größe des Hauses mit 159 Zimmern macht es zu einem relevanten Player im Innsbrucker Beherbergungssektor, insbesondere für Geschäftsreisende und Mittelklasse-Tourismus.
Aus Sicht des Fondsmanagments diente der Verkauf der Verbesserung der Liquiditätslage des Immofonds. Die Transaktion wurde von Christie & Co sowie der Kanzlei Vavrosky Heine Marth rechtlich begleitet.
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 2011 | Fertigstellung der Immobilie |
| 2015 | Aufnahme ins Portfolio des Immofonds |
| bis Juli 2021 | Betrieb als Ramada |
| 2022 | Übernahme durch HR Group (Tivolihotel) |
| Ende 2024 | Markenwechsel zu Hilton Garden Inn |
| 2026 | Verkauf an Schiehser Hotels Gruppe |
Für Beschäftigte im Haus könnte ein Eigentümerwechsel mittelfristig neue operative Freiräume oder zusätzliche Investitionsmittel bringen. Für die Innsbrucker Hotellerie insgesamt signalisiert der Verkauf eine anhaltende Nachfrage nach städtischen Hotelimmobilien und das Interesse von Betreibern, vorhandene Häuser zu übernehmen und weiterzuführen.
Reisende und lokale Geschäftskontakte werden vorerst keinen unmittelbaren Unterschied bei Marke und Service bemerken; langfristige Veränderungen hängen von den strategischen Plänen der neuen Eigentümerin ab. Die Stadt profitiert insofern von stabilen Beherbergungsangeboten, als diese zur Wettbewerbsfähigkeit Innsbrucks als Tagungs- und Tourismusdestination beitragen.