Flucht während Haftausgang und Ermittlungsverlauf
Ein 16-jähriger Insasse, der sich während eines erlaubten eintägigen Haftausgangs aus der Justizanstalt Innsbruck entfernte, steht im Verdacht, in den folgenden Wochen gemeinsam mit einem 21-jährigen Begleiter zahlreiche Eigentumsdelikte begangen zu haben. Die Polizei führt die Taten in mehreren Bezirken in Ober- und Niederösterreich zusammen und weist den beiden Beschuldigten nach bisherigen Ermittlungen insgesamt 19 Straftaten nach.
Räumliche Verteilung und Tatmuster
Die angeblichen Delikte wurden in den Bezirken Amstetten, Perg, Freistadt sowie Urfahr-Umgebung verzeichnet. Nach den bisherigen Aussagen der Ermittler agierte der 16-Jährige teils allein, teils in Begleitung des 21-Jährigen. Konkrete Details zu jeder einzelnen Tat wurden von der Polizei vorerst nicht veröffentlicht.
- Datum des Ausgangs: 19. Juni (Haftausgang aus Innsbruck)
- Festnahme: 25. Juli, Gemeinde Kefermarkt (Bezirk Freistadt)
- Ermittelte Zahl der Delikte: 19
Festnahme nach Fahrzeugpanne auf S10
Den Ermittlungen zufolge fuhren der 16-Jährige und sein 21-jähriger Bekannter am 25. Juli gemeinsam mit drei weiteren mutmaßlichen Tätern in einem gestohlenen Pkw Richtung Freistadt auf der Schnellstraße S10. Aufgrund einer Panne musste das Fahrzeug im Gemeindegebiet von Kefermarkt zurückgelassen werden; kurz darauf leitete die Polizei eine Fahndung ein und nahm die beiden Hauptverdächtigen gegen 22.00 Uhr fest. Die drei weiteren Beschuldigten – jugendliche Personen – wurden auf freiem Fuß angezeigt.
| Datum | Ereignis |
|---|---|
| 19. Juni | Haftausgang aus der Justizanstalt Innsbruck – Flucht des Jugendlichen |
| 25. Juli | Panne auf S10, Festnahme in Kefermarkt |
| 26. Juli | Einlieferung der Hauptverdächtigen in Justizanstalten (Linz/St. Pölten); Rücküberstellung des 16-Jährigen nach Innsbruck |
Justizanstalten und Verfahrenslage
Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Linz wurden die beiden Hauptverdächtigen zunächst in Justizanstalten eingeliefert. Der 21-jährige Beschuldigte befindet sich derzeit in Untersuchungshaft in der Justizanstalt St. Pölten, der minderjährige Hauptverdächtige wurde wieder in die Justizanstalt Innsbruck überstellt. Weitere Verfahrensschritte, Anklagepunkte oder genauere Angaben zu den einzelnen Taten sind bislang nicht öffentlich gemacht worden.
Bedeutung für die Region
Für die Innsbrucker Öffentlichkeit wirft der Fall Fragen nach der Sicherheits- und Aufsichtsorganisation bei Haftausgängen auf sowie nach dem Umgang mit jugendlichen Strafgefangenen, die sich außerhalb der Anstalt strafbar machen. Solche Vorkommnisse führen oft zu internen Überprüfungen der Vollzugsabläufe und können kurzfristig Anpassungen bei Begleit- und Kontrollmaßnahmen nach sich ziehen. Betroffene Gemeinden in den genannten Bezirken sind nun mit der polizeilichen Aufklärung der einzelnen Taten befasst.