Am Wochenende sorgte eine gefährliche Mutprobe am Bahnhof Kühnsdorf für einen größeren Polizeieinsatz und Störungen im Zugverkehr: Drei Jugendliche kletterten am 18. Juli auf das Dach eines fahrenden Intercity-Zuges, was nach Angaben der Behörden eine mehrstündige Sperre des Koralmbahntunnels nach sich zog. Nach Ermittlungen konnte am 21. Juli ein 19‑jähriger Tatverdächtiger ausgeforscht und befragt werden.
Ermittlungsstand und Folgen
Laut Polizeiangaben wurden zwei der Jugendlichen von Mitarbeitern der ÖBB entdeckt, entzogen sich jedoch einer Übergabe an die Exekutive und flüchteten am Bahnhof St. Paul. Drei Tage nach dem Vorfall führten ein anonymes Hinweis sowie Auswertungen von Videoaufnahmen zum 19‑jährigen Verdächtigen, der aus Wien stammt. Zudem sollen bereits mehrere Zeugen vernommen worden sein.
„Der 19‑Jährige steht im Verdacht, durch sein Verhalten die körperliche Sicherheit mehrerer Personen gefährdet zu haben. Die Ermittlungen hinsichtlich der beiden weiteren Tatverdächtigen werden mit Nachdruck fortgeführt.“
Konkrete Konsequenzen
Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt und die Bezirkshauptmannschaft Wolfsberg werden nach Abschluss der Erhebungen eingeschaltet. Außerdem kündigte die Polizei an, dem 19‑Jährigen die Kosten des gesamten Polizeieinsatzes zu verrechnen. Damit dürften neben strafrechtlichen Verfahren auch finanzielle Forderungen auf den Beschuldigten zukommen.
- Datum des Vorfalls: 18. Juli
- Ausforschung des Tatverdächtigen: 21. Juli
- Beteiligte Orte: Bahnhof Kühnsdorf, Bahnhof St. Paul, Koralmbahntunnel
Bedeutung für die Region
Für Pendlerinnen und Pendler sowie Reisende im Bezirk Völkermarkt haben solche Zwischenfälle direkte Auswirkungen: Sperren des Tunnels können Zugverbindungen verzögern oder gar ausfallen lassen, was Pendelpläne durcheinanderbringt und zusätzlichen Aufwand verursacht. Darüber hinaus stellt solches Verhalten eine erhebliche Gefahr dar — nicht nur für die Beteiligten, sondern auch für eingesetztes Personal und andere Reisende.
| Aspekt | Details |
|---|---|
| Art des Vorfalls | Auf das Dach klettern eines fahrenden Intercity-Zuges |
| Anzahl Tatverdächtiger | 3 (davon 1 ausgeforscht) |
| Ermittlungsstand | 1 Verdächtiger befragt; Ermittlungen gegen zwei weitere laufen |
Die Behörden betonen, dass die Ermittlungen weitergeführt werden. Für Zeugen mit sachdienlichen Hinweisen bleibt die Möglichkeit, sich an die Polizei zu wenden. Aus Sicht der Verkehrssicherheit ist dieser Vorfall ein mahnendes Beispiel, dass leichtsinnige Aktionen weitreichende Konsequenzen haben können — rechtlich, finanziell und organisatorisch.