Am Donnerstag, dem 23. Juli, wurden in Unterkärnten drei versuchte Betrugsfälle mit der gängigen Schockanruf-Masche angezeigt; betroffen waren Haushalte in den Gemeinden rund um Bleiburg, Völkermarkt und Griffen. In allen drei Fällen gelang es den Angerufenen, nicht auf die Forderungen der unbekannten Anrufer einzugehen; es kam nach den bisher bekannten Angaben zu keiner Geldübergabe.
Wie die Täter vorgingen
Nach Angaben der Exekutive gaben sich die Anrufer am Telefon als Mitarbeiter der Polizei — konkret nannten sie Verbindungen zur Polizei in Völkermarkt oder Wolfsberg. Den Angerufenen wurde geschildert, dass deren Sohn oder Tochter einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe. Zur Abwendung einer angeblichen Haft sei eine Kaution in Höhe von mehreren tausend Euro erforderlich. In den gemeldeten Fällen reagierten die Angerufenen besonnen und beendeten die Gespräche, bevor Forderungen erfüllt wurden.
Typische Merkmale dieser Betrugsform
Die Polizei weist darauf hin, dass Täter mit der Schockanruf-Masche bewusst emotionale Angst auslösen. Häufige Kennzeichen sind:
- Behauptungen über schwere Unfälle oder Festnahmen naher Angehöriger,
- Vortäuschung offizieller Funktionen (Polizei, Staatsanwaltschaft, Ärzte, Bankmitarbeiter),
- Forderungen nach sofortiger Zahlung von Bargeld oder Wertgegenständen,
- Anweisungen zur Geheimhaltung und zur schnellen Handlung ohne Rückrufmöglichkeit.
Konkrete Verhaltenstipps der Polizei
Die Exekutive empfiehlt, bei verdächtigen Anrufen wie folgt zu handeln:
- Das Gespräch sofort beenden und sich nicht unter Druck setzen lassen.
- Unmittelbar selbständig Familienangehörige kontaktieren, um die geschilderte Lage zu überprüfen.
- Niemals Bargeld oder Wertsachen an unbekannte Personen übergeben oder Banküberweisungen aufgrund telefonischer Aufforderung durchführen.
- Bei Unsicherheit den Polizeinotruf 133 wählen.
Die Polizei appelliert außerdem, jeden Schockanruf anzuzeigen – selbst wenn kein finanzielle Schaden entstanden ist. Solche Anzeigen können Ermittlungen unterstützen und helfen, weitere Straftaten zu verhindern.
Was das für Menschen im Bezirk Völkermarkt bedeutet
Für Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirks ist die Warnung besonders relevant: Die Angreifer gaben offenbar regional bezogene Behördenangaben an, um Vertrauenswürdigkeit zu suggerieren. Das erhöht das Risiko, dass ältere Menschen oder Angehörige, die in Stress geraten, eher glauben, es handle sich um einen echten Einsatz der Exekutive. Deshalb ist es wichtig, im Familienkreis Vorsorge zu treffen: Telefonnummern von nahen Angehörigen bereithalten, im Falle eines belastenden Anrufs Ruhe bewahren und erst durch eigenständigen Rückruf die Lage prüfen.
Die kürzlich gemeldeten Vorfälle zeigten, dass Besonnenheit schützt: Alle drei Angerufenen reagierten richtig und verhinderten damit einen Schaden. Die Polizei rät, auch Nachbarn und Bekannte über die aktuelle Betrugswelle zu informieren, damit die Warnung schnell im Ort weitergegeben wird.
| Ort | Ergebnis |
|---|---|
| Bleiburg | Keine Auszahlung, Anzeige |
| Völkermarkt | Gespräch beendet, keine Zahlung |
| Griffen | Gespräch beendet, keine Zahlung |
Bei Verdacht auf einen solchen Betrugsanruf ist schnelle Information an die Polizei wichtig. Melden Sie Vorfälle weiterhin unter der Notrufnummer 133 oder bei Ihrer örtlichen Polizeiinspektion. Die Bereitschaft, auch Anzeigen ohne finanziellen Schaden zu erstatten, erhöht die Chance, die Täter zu identifizieren und weitere Opfer zu schützen.
Die Meldung macht deutlich: Aufmerksamkeit und ein klarer Kopf am Telefon können in vielen Fällen den entscheidenden Unterschied machen.