Chlorgas alarmiert Feuerwehren in Bleiburg
Kurz nach 23.30 Uhr am Mittwochabend wurden mehrere Feuerwehrgruppen zu einem Chlorgasaustritt im Erlebnisbad Bleiburg gerufen. Betroffen war ein Technikraum im Erdgeschoss bzw. Kellerbereich des Bades, wo das stationäre Messgerät erhöhte Chlorgaswerte angezeigt hatte. Die alarmierten Wehren kamen aus Völkermarkt, St. Michael ob Bleiburg, Loibach sowie die Stadtfeuerwehr Bleiburg.
Die Einsatzkräfte stoppten laut Einsatzbericht zunächst die Zufuhr der Chlorgasflaschen im Technikraum und forderten daraufhin spezialisierte Einheiten an. Besonders ausgerüstete Feuerwehrleute führten weitere Messungen am betroffenen Ort durch und bestätigten die erhöhten Werte des stationären Systems.
"Im Anschluss wurden die Ventile der Chlordosierung geschlossen und Druckbelüfter zur Belüftung des Technikraumes eingesetzt. Bereits zuvor wurde im Außenbereich ein Hydroschild aufgebaut, um eventuell austretendes Chlorgas niederzuschlagen."
Während der Belüftung überwachten die Spezialkräfte kontinuierlich die Chlorgaswerte. Die Messreihen zeigten einen stetigen Rückgang, sodass die Einsatzleitung schließlich gegen 2.30 Uhr Entwarnung geben konnte. Konkrete Verletzte sind in den eingegangenen Informationen nicht genannt worden.
Bedeutung für die Bevölkerung und Hinweise
Ein Chlorgasaustritt in technischen Anlagen von Schwimmbädern kann bei unzureichender Lüftung gesundheitliche Beschwerden auslösen. Die rasche und koordinierte Reaktion der Feuerwehren verhinderte nach dem Bericht eine Ausweitung des Vorfalls. Für Badegäste und Anrainer bedeutete dies in der Nacht vor allem starke Einschränkungen durch die Einsatzmaßnahmen und mögliche kurzzeitige Absperrungen rund um das Bad.
- Alarmierung: ca. 23:30 Uhr
- Spezialkräfte führten Messungen und Belüftung durch
- Entwarnung: ca. 2:30 Uhr
| Uhrzeit | Maßnahme |
|---|---|
| ca. 23:30 | Alarmierung der Feuerwehren |
| später | Stoppen der Chlorgaszufuhr, Messungen |
| fortlaufend | Belüftung des Technikraums, Hydroschild außen |
| ca. 2:30 | Entwarnung |
Weitere Informationen zur Ursache des erhöhten Chlorgehalts wurden in den vorliegenden Meldungen nicht genannt. Betreiber und Einsatzkräfte werden in den kommenden Tagen voraussichtlich die Ursache ermitteln und prüfen, ob technische oder organisatorische Maßnahmen notwendig sind, um ähnliche Vorfälle künftig zu verhindern.