Rasen statt Rugby: Hobbytennis in Gmünd
In Gmünd wurde am Wochenende ein ungewöhnliches Sportereignis gefeiert: Hobbysportlerinnen und -sportler aus dem Waldviertel holten das Flair von Wimbledon auf einen lokalen Fußballplatz. Mehr als 70 Teilnehmende trafen sich, vielfach in weißer Kleidung und mit alten Holzschlägern ausgerüstet, um auf vier Rasenplätzen Rasentennis zu spielen.
Monatelange Pflege für den besonderen Untergrund
Die Umwandlung des Fußballrasens in eine funktionale Tennisarena war kein kurzfristiges Projekt. Sebastian Senk und sein Team betreuten die Anlage wochenlang, wie der Bericht vor Ort dokumentiert: Seit Jahresbeginn wurden die Flächen gepflegt, walzen eingesetzt, Unkraut entfernt und neue Erde aufgetragen. Die intensive Vorbereitung war nötig, damit der ungewöhnliche Untergrund überhaupt bespielbar wird.
Spiel, Spaß und Gemeinschaft
Bei dem Treffen standen Ergebnis und sportlicher Wettbewerb deutlich hinter dem gemeinsamen Erleben zurück. Für viele Teilnehmende war der Tag vor allem eine Gelegenheit, Spaß zu haben und das besondere Gefühl von Rasentennis zu genießen. Dazu gehören auch die Einschränkungen des Materials: Alte Holzschläger haben eine kleinere Trefferfläche, und der unebene Rasen lässt den Ball gelegentlich verspringen.
„Der Schläger ist gar nicht so das Problem. Aber wenn sich der Ball immer verspringt, hat das mehr etwas von Glücksspiel als von Tennis“,
so Heinrich Buchhöcker aus Weitra. Für andere, wie Laurin Kolm aus Zwettl, überwiegt die Freude: Der erste Turnierteilnahme-Eindruck sei „eine coole Stimmung mit tollen Leuten“ gewesen.
Lokale Bedeutung und Organisation
Das Projekt zeigt, wie mit Engagement und überschaubarem Aufwand ein neues Freizeitangebot für die Region geschaffen werden kann. Es bringt Sportlerinnen und Sportler zusammen, fördert Ehrenamt und Platzpflege und nutzt bestehende Anlagen in neue Weise. Der routinierte Spieler Alexander Vogl aus Gmünd betont, dass gute Technik auch unter ungewohnten Bedingungen funktioniert: „Wenn man eine gute Hand hat, kann man überall spielen.“
- Teilnehmende: Mehr als 70
- Plätze: Vier Rasenplätze auf einem Fußballfeld
- Vorbereitung: Pflege seit Jahresbeginn (Walzen, Unkrautentfernung, neue Erde)
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Teilnehmende | mehr als 70 |
| Anzahl Rasenplätze | 4 |
| Wichtigste Organisatoren | Team um Sebastian Senk |
Für Gmünd bedeutet die Veranstaltung auch einen Imagegewinn als Ort, der kreative Sportideen unterstützt. Zugleich macht sie deutlich, wie wichtig kontinuierliche Platzpflege und lokale Organisation sind, wenn öffentliche Flächen temporär anders genutzt werden sollen. Ein ähnliches Format könnte in Zukunft zu regelmäßigen Freizeitangeboten für die Region werden – vorausgesetzt, es findet sich weiterhin ausreichend ehrenamtlicher Einsatz und die Platznutzung lässt es zu.