Der Streit um das ehemalige Sportgelände des TSB in der Buchstraße wird sich weiter hinziehen: Die 2. Zivilkammer des Landgerichts Ellwangen hat die Entscheidung über das weitere Prozedere nicht wie angekündigt bis zum 31. Juli getroffen, sondern den Termin auf Oktober verschoben. Das teilte Michael Hieber vom Vorstand des TSB mit.
Was ist bereits geschehen?
Der Rechtsstreit läuft seit Sommer 2022 und hat mehrere Facetten: Der Verein war in zwei Klagen verwickelt, darunter eine Forderung eines Rechtsanwalts über rund 500.000 Euro sowie eigene Klagen gegen den Architekten Christof Preiß wegen behaupteter Unklarheiten bei Rechnungslegungen und hohen Honorarforderungen. Gegenstand des aktuellen Verfahrens am Landgericht ist eine Schadenersatzforderung des TSB gegenüber dem Architekten, der ab 2018 mit der Weiterentwicklung des Sportgeländes bis zur Baureife beauftragt gewesen sein soll.
„Es hat einen Sterbefall gegeben eines Beteiligten“,
so Michael Hieber zum Grund der Verzögerung. Nach Angaben des Vorstands stand zuletzt die Möglichkeit eines Vergleichsvorschlags der Kammer im Raum; ob und in welchem Umfang ein Vergleich angestrebt wurde, wurde nicht weiter konkretisiert.
Konkrete Zahlen und Meilensteine
Ein zentraler Punkt in der Auseinandersetzung ist ein von Preiß vermitteltes Kaufgebot aus 2020 in Höhe von 8,2 Millionen Euro, das der Verein akzeptiert hatte. Im Nachhinein beriefen sich TSB-Vertreter auf Unterlagen, die aus ihrer Sicht Widersprüche oder Unklarheiten belegen sollten – Details dazu sind Gegenstand der laufenden zivilrechtlichen Auseinandersetzung.
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 2018 | Architekt Preiß beauftragt, Gelände weiterzuentwickeln |
| 2020 | Kaufgebot von 8,2 Mio. Euro vermittelt und akzeptiert |
| Sommer 2022 | Beginn der Prozesse rund um das TSB-Gelände |
| 2026 | Verhandlung vertagt; Entscheidung auf Oktober verschoben |
Welche Bedeutung hat das für Bürgerinnen und Bürger?
Die Verzögerung wirkt sich auf mehrere Ebenen aus: Für den TSB bleibt die rechtliche und finanzielle Lage unsicher, mögliche Käufer oder Projektentwickler können nicht verbindlich planen, und die zukünftige Nutzung der innerstädtischen Fläche in der Buchstraße bleibt offen. Ein langwieriger Rechtsstreit bindet Ressourcen des Vereins und verhindert kurzfristige Entscheidungen über die Weiterverwendung des Geländes.
- Der Fall läuft seit mindestens 2022 und geht nun in das fünfte Jahr.
- Zentrale Streitpunkte sind Honorarforderungen und eine Schadenersatzklage gegen den Architekten.
- Eine ursprünglich vermittelte Kaufofferte aus 2020 über 8,2 Millionen Euro ist Teil der Auseinandersetzung.
Juristische Termine und personelle Veränderungen (etwa der erwähnte Sterbefall) können Verfahren über Monate verzögern. Für die lokale Öffentlichkeit bleibt wichtig, dass Entscheidungen vor Gericht die Möglichkeiten für eine Bebauung, öffentliche Nutzung oder Verkauf des Grundstücks maßgeblich beeinflussen. Sobald das Landgericht Ellwangen den Fortgang des Verfahrens im Oktober bestimmt, werden die rechtlichen Rahmenbedingungen für den TSB und potenzielle Dritte klarer.
Bis dahin bleibt die Lage für den Verein und die Anrainer in der Buchstraße von Ungewissheit geprägt; konkrete Folgen für geplante Projekte oder Nutzungskonzepte sind vor der Entscheidung nicht verlässlich zu benennen.