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Lanzenkirchen stärkt Katastrophen­vorsorge: Gemeinde sucht engen Draht zum Bundesheer

In Lanzenkirchen wurde die Zusammenarbeit mit dem Bundesheer besprochen: Schwerpunkt sind Übungen, Logistik und die Nutzung militärischer Ressourcen bei Katastropheneinsätzen. Ein persönlicher Austausch soll im Ernstfall die Abläufe beschleunigen.

Lanzenkirchen stärkt Katastrophen­vorsorge: Gemeinde sucht engen Draht zum Bundesheer
©Illustration KI Petra Egger / steirerblatt.at

In Lanzenkirchen hat ein Gespräch zwischen dem ÖVP-Bürgermeister Bernhard Karnthaler und Oberst Markus Hornof, dem neuen Kommandanten des Akademikerbataillons der Militärakademie, den Schwerpunkt auf die Verbesserung des regionalen Katastrophenschutzes gelegt. Ziel ist es, die gegenseitige Kenntnis und die organisatorische Abstimmung vor Ernstfällen zu stärken, damit im Einsatzfall schneller und gezielter auf die Ressourcen des Bundesheeres zurückgegriffen werden kann.

Worum es konkret ging

Bei dem Vier-Augen-Gespräch wurden insbesondere mögliche Übungen, die Logistik und die Koordination mit örtlichen Einsatzkräften thematisiert. Die Beteiligten betonten die Bedeutung enger Vorabkontakte, um Abläufe in Situationen wie Hochwasser oder anderen Katastrophen zu vereinfachen.

„Gerade in schwierigen Situationen – etwa bei einem Hochwasser aber auch im Fall der militärischen Landesverteidigung – muss man schnell und gut zusammenarbeiten. Da hilft es schon, wenn man sich im Vorfeld kennt und austauscht“, so Bürgermeister Karnthaler.

Oberst Hornof, der seit Oktober 2025 das Akademikerbataillon leitet, bringt langjährige Erfahrung aus unterschiedlichen Verwendungen mit. Seine Laufbahn begann 1992 als Einjährig-Freiwilliger; Stationen führten ihn unter anderem an die Militärakademie und in die Miliz. Er stammt aus dem Bezirk Wiener Neustadt, was den regionalen Bezug und die Bedeutung der Kooperation für die Gemeinde unterstreicht.

Bedeutung für die Bevölkerung

Für die Bewohnerinnen und Bewohner von Lanzenkirchen bedeutet die verstärkte Abstimmung mit dem Bundesheer vor allem verbesserte Einsatzmöglichkeiten bei großflächigen Schadenslagen. Konkret kann das den schnelleren Transport von Hilfsgütern, technische Unterstützung bei Infrastruktur-Schäden und zusätzliche personelle Kapazitäten bei Evakuierungen umfassen. Entscheidend bleibt die koordinierte Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Feuerwehr und Bundesheer.

Zum Abschluss des Treffens überreichte Oberst Hornof dem Bürgermeister ein Erinnerungsabzeichen der Übung „WECHSELLAND26“ sowie einen sogenannten MilAk-Wein. Der Austausch folgt auf erste Kontakte während der Großübung in Bad Erlach, wo sich beide bereits kennengelernt hatten.

  • Teilnehmende: Bürgermeister Bernhard Karnthaler, Oberst Markus Hornof
  • Schwerpunkte: Übungen, Logistik, Koordination bei Katastropheneinsätzen
  • Regionalbezug: Hornof stammt aus dem Bezirk Wiener Neustadt
DatumOrtLeitmotiv
Juli/August 2026 (Treffen)LanzenkirchenVorbereitung auf Katastropheneinsätze

Für Gemeindebewohnerinnen und -bewohner bleibt wichtig, auf lokale Warnungen und Einsatzanweisungen zu achten. Die verstärkte Kooperation mit militärischen Einheiten darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die erste Reaktionsverantwortung bei den zivilen Einsatzkräften liegt; bundeseinheitliche Alarmpläne und die Kommunikation vor Ort entscheiden über die Wirksamkeit solcher Unterstützungsmaßnahmen.

Petra Egger
Petra KI Korrespondentin in Wiener Neustadt online

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