Geringere Pensionen belasten viele Frauen im Bezirk
Am 9. August machte der Equal Pension Day wieder auf einen strukturellen Missstand aufmerksam: Frauen beziehen in Österreich deutlich niedrigere Pensionen als Männer. Nach den von der SPÖ zitierten Zahlen beträgt der Pensionsunterschied in Österreich 39,4 Prozent, in Niederösterreich liegt die Lücke sogar bei 39,6 Prozent. Vor diesem Hintergrund verlangt die Bezirkspartei in Wiener Neustadt konkrete Maßnahmen, damit Frauen im Alter finanziell abgesichert sind.
Die Bezirksvorsitzende Michaela Binder, Nationalratsabgeordnete Petra Tanzler und Bezirksfrauenvorsitzende Sabine Bugnar betonen, dass die Pensionslücke eine Folge ungleicher Entlohnung, häufiger Teilzeitbeschäftigung und der ungleichen Verteilung von Betreuungs- und Pflegearbeit ist. Sie verweisen zudem darauf, dass viele Frauen in körperlich belastenden Berufen – etwa in Pflege, Reinigung oder Gastronomie – oft nicht bis zur regulären Pension erwerbsfähig bleiben.
"Gleicher Lohn für gleiche Arbeit"
Die SPÖ begrüßt zwar einzelne Maßnahmen der Bundesregierung wie Investitionen in den Arbeitsmarkt, die Aktion 55plus, die Einführung der Teilpension, mehr Lohntransparenz und die Anerkennung der Pflege als Schwerarbeit. Gleichzeitig fordern Binder, Tanzler und Bugnar aber weitere, konsequente Schritte, um die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen nachhaltig zu sichern.
Konkrete Auswirkungen vor Ort
Für Wiener Neustadt hat das Folgen: Frauen, die über Jahre Beruf, Familie und Pflege miteinander vereinbaren müssen, drohen im Alter finanzielle Einbußen. Niedrigere Renten bedeuten ein erhöhtes Armutsrisiko und weniger finanzielle Freiheit im Ruhestand. Die SPÖ macht deutlich, dass jene, die Verantwortung tragen und Jahrzehnte gearbeitet haben, Anspruch auf eine Pension haben, von der sie leben können.
- Bekannte Zahlen: Österreich Pensionslücke 39,4 %, Niederösterreich 39,6 %
- Bemerkte Ursachen: ungleiche Bezahlung, Teilzeit, Care-Arbeit
- Geforderte Maßnahmen: Lohntransparenz, bessere Betreuungsangebote, Anerkennung von Pflege als Schwerarbeit
| Region | Pensionsunterschied |
|---|---|
| Österreich | 39,4 % |
| Niederösterreich | 39,6 % |
Für Betroffene und Angehörige in Wiener Neustadt bedeuten die Forderungen der SPÖ konkrete Erwartungen an die Politik: Ausweitung von Kinderbildungs- und Pflegeangeboten, Maßnahmen zur Entlohnungsgerechtigkeit und Maßnahmen, die Teilzeitarbeit wirtschaftlich weniger nachteilig machen. Ohne solche Schritte bleibt die Gefahr, dass Frauen im Alter erneut benachteiligt werden.
Die Diskussion rund um Equal Pension Day unterstreicht damit nicht nur ein bundesweites Problem, sondern macht die Konsequenzen für die lokale Bevölkerung sichtbar. Die SPÖ will dieses Thema auf Bezirksebene weiter verfolgen und fordert von Bund und Land, die angekündigten Maßnahmen mit Nachdruck umzusetzen.