Mit dem Tod von Franz Laferl verliert der Bezirk Wiener Neustadt eine prägende, vielfach sichtbare Persönlichkeit. Laferl ist am Montagnachmittag, dem 10. August, im Alter von 82 Jahren friedlich entschlafen. Bekannt wurde er vor allem als langjähriger ÖVP-Bürgermeister von Weikersdorf sowie durch den traditionsreichen Heurigenbetrieb der Familie.
Kommunales Wirken und öffentliche Präsenz
Laferl amtierte als Bürgermeister von Weikersdorf von 1980 bis 2005, wobei er in dieses Amt als Nachfolger seines Vaters eingetreten war. Während seiner mehr als zweieinhalb Jahrzehnte dauernden Amtszeit prägte er das Ortsbild und die lokale Politik. Parallel dazu war er als Betreiber des Heurigen „Steinfeldhof“ öffentlich präsent: der Heurige galt über Jahrzehnte als Treffpunkt und Anziehungspunkt für Jung und Alt in der Gemeinde.
Weitere Funktionen
Neben dem Bürgermeisteramt übte Laferl weitere öffentliche Aufgaben aus: Er war unter anderem Obmann der Bezirksbauernkammer und im Vorstand der Raiffeisenkasse (Raika) tätig. Diese Funktionen belegen sein langjähriges Engagement für die Landwirtschaft und die lokale Wirtschaftsstruktur des Bezirks.
- Bürgermeister von Weikersdorf: 1980–2005 (Nachfolge seines Vaters)
- Betreiber des Heurigen „Steinfeldhof“, langjähriger Treffpunkt im Ort
- Obmann der Bezirksbauernkammer
- Vorstand der Raika
| Funktion | Bemerkung |
|---|---|
| Bürgermeister | Weikersdorf, 1980–2005, Nachfolger seines Vaters |
| Heurigenbetreiber | „Steinfeldhof“, familärer Betrieb und sozialer Treffpunkt |
| Funktionär | Obmann Bezirksbauernkammer; Raika-Vorstand |
Bedeutung für die lokale Gemeinschaft
Die Kombination aus politischem Amt und der Führung eines lang etablierten Heurigen hat Laferl zu einer weithin bekannten Figur in der Region gemacht. Für viele Bewohnerinnen und Bewohner stand der Name sowohl für kommunales Engagement als auch für gelebte Gastfreundschaft. Der Heurige fungierte als Ort des Austauschs und der Begegnung – eine Rolle, die in kleineren Gemeinden bedeutend ist für Vernetzung und Zusammenhalt.
Sein Wirken in der Bezirksbauernkammer und im Raika-Vorstand weist auf eine enge Verzahnung mit den wirtschaftlichen und landwirtschaftlichen Interessen des Bezirks hin. Solche Funktionen haben oft Auswirkungen über lokale Grenzen hinaus, etwa bei der Vertretung landwirtschaftlicher Belange oder bei regionalen Finanzentscheidungen.
Abschied und Erinnerung
Der Tod Laferls markiert das Ende einer Ära in Weikersdorf. Die genaue Gestaltung von Trauerfeierlichkeiten oder öffentlichen Gedenkformen wurde in der vorliegenden Meldung nicht genannt. Für viele der lokalen Mitbürgerinnen und Mitbürger bleibt sein Lebenswerk – in Rathaus und Heurigen – jedoch präsent und wird Teil der Ortschronik bleiben.
Das Ausscheiden einer so prägenden Persönlichkeit regt in der Gemeinde zugleich Zurückschau und Würdigung an: wie kommunales Engagement, familiär geführte Gastronomie und ehrenamtliche Funktionärstätigkeit das Alltagsleben in kleinen Orten mitgestalten können.