Großes Interesse an Außenskulptur am See — Sicherheitsauflagen führen zur Sperre des Molos
Die am Samstagabend im Bereich der Seeanlagen in Bregenz gezeigte Aufführung „Bodensee Étude“ von Florentina Holzinger zog ein großes Publikum an und sorgte zugleich für behördliche Eingriffe. Die künstlerische Aktion, die als Erweiterung des Beitrags der Künstlerin für den Österreich-Pavillon der Kunstbiennale in Venedig konzipiert wurde, vereinte aufsehenerregende Elemente wie einen Helikoptereinsatz, eine ins Wasser fallende Glocke und per Schwimmkran aus dem See gehobene Performerinnen.
Weit vor Beginn des einmaligen Abends bildete sich eine lange Warteschlange an den sogenannten Sunset-Stufen. Da Eintritt frei war und keine Reservierungen möglich, kam es zu einem so starken Andrang, dass das Kunsthaus Bregenz (KUB) das Molo auf behördliche Anordnung hin schließen musste.
- Besucherzahl: Über 1.500 Personen mussten das Molo betreten, weitere Gäste verfolgten das Geschehen aus der Umgebung.
- Format: Ein einmaliges Open-Air-„Bergungszenario“ mit Live-Musik, Stunt-Elementen und schwerem Gerät.
- Künstlerische Mittel: Helikopter, Schwimmkran, Glocke, Schlagzeug und Körperperformances.
Die Darstellung und ihre Bedeutung für den See
Die Performance kombinierte visuelle und akustische Komponenten: Zur Trommelbegleitung entstand eine dichte Klangfläche, die mit Wind und einem von der Künstlerin bearbeiteten Donnerblech verschmolz. Eine Glocke, die per Helikopter über den See getragen und schließlich ins Wasser fallen gelassen wurde, bildete einen zentralen Moment der Inszenierung. Performerinnen wurden an einem Metallring kopfüber aus dem Wasser gehoben und bewegten sich zu elektronischen Klängen — Bilder, die an ein luftiges Ballett über dem See erinnerten.
In der Komposition lassen sich Themen der Beziehung von Mensch und Natur sowie mögliche Hinweise auf die Verwundbarkeit des Ökosystems ableiten. Ob und wie diese symbolische Lesart vom Publikum wahrgenommen wurde, bleibt individuelle Wahrnehmung — fest steht jedoch, dass die Aktion intensives Interesse und Diskussion an den Ufern des Bodensees auslöste.
Organisation und lokale Folgen
Die Aufführung wurde vom KUB organisiert; Florentina Holzinger, geboren 1986, ist als Künstlerin, Tänzerin und Choreografin bekannt und verantwortet auch den Beitrag für den Österreich-Pavillon in Venedig. Lokal führte die hohe Besucherzahl zu Eingriffen der Behörden: Aus Gründen des Publikums- und Verkehrsschutzes wurde der öffentliche Bereich am Molo gesperrt, was nahelegt, dass künftige offene Veranstaltungen dieser Größenordnung in Bregenz stärker geplant oder kontrolliert werden müssen.
| Datum | Ort | Bemerkung |
|---|---|---|
| Samstag (Ankündigung 11.07.2026) | Bregenzer Seeanlagen / Molo | Einmaliges One-Time-Event, freier Eintritt |
Für Anrainer und Besucher bedeutet das Geschehen konkret: Bei vergleichbaren Großereignissen sind mit Sperren von Wegen und erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen; zuständige Stellen und Veranstalter sollten frühzeitig informieren. Die Organisation solcher Outdoor-Performances mit schwerem Gerät verlangt zudem präzise Abstimmungen mit Einsatzkräften und Behörden, um Sicherheit und Zugänglichkeit in Einklang zu bringen.
Die Aktion blieb nicht ohne Zwischenfälle: Bei der Durchführung löste sich ein Seil nicht wie geplant — laut Beobachtungen beeinträchtigte dies die Wirkung der Inszenierung nicht wesentlich, da Ablauf und Dramaturgie der Performance auf starke, sicht- und hörbare Momente angelegt waren.
Insgesamt zeigt die Resonanz: Bregenz bleibt ein Ort, an dem künstlerische Projekte großen öffentlichen Zuspruch finden, zugleich aber auch ein Bedarf an klaren Regeln und Kommunikation für Freiluftveranstaltungen besteht.