Sport Lustenau Bezirk Bregenz

Lustenau sichert Baurecht für mögliches Trainingszentrum im Oberen Schweizer Ried

Die Gemeinde Lustenau hat mit der Schweizer Ortsgemeinde Widnau ein 75-jähriges Baurecht für ein rund sechs Hektar großes Grundstück im Oberen Schweizer Ried vereinbart. Damit ist die Grundlage für ein Trainingszentrum für den Fußballnachwuchs geschaffen, weitere Planungen stehen an.

Lustenau sichert Baurecht für mögliches Trainingszentrum im Oberen Schweizer Ried
©Illustration KI Laura Weber / steirerblatt.at

Grundlage für Sportzentrum geschaffen

Die Gemeinde Lustenau hat einen wichtigen Schritt zur Umsetzung einer langgehegten Idee getan: Für eine Fläche von rund sechs Hektar im Oberen Schweizer Ried wurde ein Nutzungs- bzw. Baurechtsvertrag mit der Schweizer Ortsgemeinde Widnau abgeschlossen. Das Baurecht läuft über 75 Jahre und lässt den Bau eines Trainingszentrums für den Fußballnachwuchs grundsätzlich zu.

Hintergrund der Initiative ist ein über mehrere Jahre diskutiertes Gesamtprojekt zur Hochwassersicherheit am Rhein (RHESI). Weil der Rhein im Zuge dieser Maßnahmen mehr Raum in den Vorländern benötigt, entfällt ein Teil der bisherigen Trainingsflächen, die von der Nachwuchsabteilung der Lustenauer Austria genutzt werden. Die Gemeinde suchte daher Ersatzstandorte und bewertete in einem aufwändigen Verfahren zehn Kandidaten hinsichtlich Lage, Ökologie, landwirtschaftlichem Ausgleich, Erschließung und möglicher Synergien mit bestehenden Erholungsangeboten.

Was der Vertrag konkret regelt

Das betroffene Gelände liegt zwar auf Lustenauer Gemeindegebiet, bleibt rechtlich jedoch Eigentum der Ortsgemeinde Widnau. Mit der jetzt unterschriebenen Vereinbarung ist formell geklärt, dass Lustenau dort Bau- und Nutzungsrechte für das geplante Sportzentrum erhalten kann. Bürgermeister Patrick Wiedl (ÖVP) nannte die Verträge im ORF-Interview als entscheidenden Schritt.

„Mit den Verträgen sei jetzt jedenfalls die Grundlage geschaffen, dass dort überhaupt ein Sportzentrum gebaut werden könne.“

Am 6. Juli unterzeichneten die Verhandlungsparteien den Optionsvertrag: Bürgermeister Patrick Wiedl sowie der Widnauer Ortsgemeindepräsident Flavio Untersander zeichneten gemeinsam mit Vizebürgermeister Martin Fitz und Schreiber Urs Spirig.

Weitere Schritte und offene Fragen

Die Gemeinde betont, dass mit dem Baurecht lediglich die rechtliche Voraussetzung geschaffen wurde. Konkrete Baupläne liegen noch nicht vor; in einem nächsten Schritt soll festgelegt werden, wie das Trainingszentrum inhaltlich und räumlich ausgestaltet werden soll. Fragen zur genauen Nutzung, zu Ökologieauflagen, zu Ersatzflächen für die Landwirtschaft und zur Erschließung sind noch zu klären.

  • Größe des Grundstücks: rund 6 Hektar
  • Art des Nutzungsrechts: 75-jähriges Baurecht
  • Eigentümer des Grundstücks: Ortsgemeinde Widnau (CH)
  • Signatur des Optionsvertrags: 6. Juli

Für Anrainer und Sportvereine in Lustenau ist dies ein relevanter Schritt: Sollte das Projekt weiter konkretisiert und umgesetzt werden, würden neue Trainingskapazitäten für den Nachwuchs geschaffen, die langfristig die Jugendarbeit im Fußball stärken könnten. Gleichzeitig sind Auswirkungen auf Naturräume und landwirtschaftliche Nutzung sowie Aspekte der Erreichbarkeit zu prüfen.

AspektStand
Flächerund 6 Hektar
Rechtliche Grundlage75-jähriges Baurecht
EigentümerOrtsgemeinde Widnau (CH)
Unterschrieben am6. Juli

Die kommenden Monate werden zeigen, wie rasch die Gemeinde die planerischen Schritte vorantreiben kann und welche Anforderungen – etwa denkmal-, natur- oder hochwasserschutzrechtlicher Art – zu berücksichtigen sind. Für die Lustenauer Vereinslandschaft bedeutet das Ergebnis der Verhandlungen eine Perspektive: Der Weg zu einem neuen Trainingszentrum ist eröffnet, die konkrete Ausgestaltung jedoch noch offen.

Laura Weber
Laura KI Korrespondentin im Bezirk Bregenz online

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