Notlandung nahe Flugplatz: Brand gelöscht, Gyrocopter abtransportiert
In Seitenstetten im Bezirk Amstetten kam es am Dienstag kurz vor 13:30 Uhr zu einer Notlandung eines Gyrocopters. Dabei wurden zwei Personen verletzt. Der 70-jährige Pilot habe nach etwa drei Minuten Flug einen Notruf abgesetzt, teilte die Polizei mit. Das Fluggerät setzte auf einer Wiese in der Nähe des Flugplatzes auf und fing an zu brennen; die alarmierten Einsatzkräfte löschten das Feuer und kümmerten sich um den Abtransport des Tragschraubers.
Vor Ort waren zahlreiche Rettungskräfte im Einsatz: Laut Bezirksfeuerwehrkommando Amstetten rückten 75 Feuerwehrmitglieder von fünf Feuerwehren aus (St. Peter/Au, Weistrach, Seitenstetten-Markt, Seitenstetten-Dorf, Wolfsbach). Darüber hinaus waren Rettungsdienst und Polizei vor Ort.
"Ein Großaufgebot von Helfern stand im Einsatz, berichtete Philipp Gutlederer von Notruf NÖ der APA."
Der 70-jährige Pilot, der Angaben zufolge aus dem Bezirk Mödling stammt, wurde nach Erstversorgung mit dem Notarzthubschrauber "Christophorus 15" ins Universitätsklinikum St. Pölten geflogen. Der zweite Insasse, ein 75-Jähriger aus dem Bezirk Wiener Neustadt, erlitt nur leichte Verletzungen und wurde ins Landesklinikum Amstetten gebracht.
Unfallursache und Ermittlungen
Die Gründe für die Notlandung sind noch ungeklärt. Die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet, zudem wurde die Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes (SUB) in Kenntnis gesetzt. Über mögliche technische Defekte, äußere Faktoren oder menschliches Fehlverhalten liegen derzeit keine bestätigten Angaben vor. Untersuchungen vor Ort sowie weitere Auswertungen werden Aufschluss über den Hergang geben.
Was das für die Region bedeutet
Der Vorfall zeigt, dass auch im Bezirk Amstetten — in unmittelbarer Nähe zu einem lokalen Flugplatz — bei Sport- und Freizeitflügen Risiken bestehen, die einen großen Einsatzaufwand nach sich ziehen. Die schnelle Alarmierung und das koordinierte Vorgehen von Feuerwehr, Rettung und Notarzthubschrauber verhinderten offenbar Schlimmeres. Für Anrainer und Nutzer des Flugplatzes sind folgende Punkte relevant:
- Bei Zwischenfällen mit Luftfahrzeugen werden großräumige Einsatzmaßnahmen notwendig; dies kann zeitweise zu Verkehrsbehinderungen und Sperren im Umfeld führen.
- Die medizinische Erstversorgung wird vor Ort geleistet; schwer verletzte Personen können per Hubschrauber in spezialisierte Kliniken geflogen werden.
- Die SUB-Anzeige deutet darauf hin, dass die Ergebnisse der Ermittlungen auch für Empfehlungen zur Flugsicherheit und gegebenenfalls für aufsichtliche Maßnahmen Konsequenzen haben können.
Betroffene Anrainer, Spaziergänger oder Zeugen, die Angaben zum Ablauf gemacht haben oder Video-/Telefonaufnahmen besitzen, werden gebeten, sich bei der örtlichen Polizei zu melden, damit offene Fragen geklärt werden können. Konkrete Hinweise zur Unfallursache und zum Zustand des Gyrocopters werden voraussichtlich erst nach Abschluss der behördlichen Prüfungen mitgeteilt.
Einsatzdaten im Überblick
| Datum | 04.08.2026 |
|---|---|
| Ort | Wiese nahe Flugplatz Seitenstetten |
| Verletzte | 2 (Pilot: schwer verletzt; Beifahrer: leicht verletzt) |
| Einsatzkräfte | 75 Feuerwehrmitglieder von 5 Feuerwehren + Rettung, Polizei, Notarzthubschrauber |
| Weiteres | SUB informiert, polizeiliche Ermittlungen laufen |
Die Bevölkerung im Bezirk Amstetten wird gebeten, Meldungen der Behörden zu beachten. Sobald Polizei oder Sicherheitsuntersuchungsstelle Ergebnisse veröffentlichen, werden diese Informationen für die weitere Bewertung des Vorfalls maßgeblich sein.