Umfangreiche Bauarbeiten sollen Lainzer Straße langfristig erneuern
Die Lainzer Straße in Hietzing wird in den kommenden Jahren umfassend erneuert: Neben der Erneuerung von Wasser- und Versorgungsleitungen stehen die Modernisierung von Straßenbahngleisen sowie die Umgestaltung des Straßenraums inklusive neuer Radinfrastruktur und zusätzlicher Grünflächen an. Die Stadt Wien führt mehrere Maßnahmen gleichzeitig durch, um künftige wiederholte Baustellen zu vermeiden.
„eines der größten Infrastrukturprojekte in Hietzing seit Jahrzehnten“,
so beschreibt Bezirksvorsteherin Johanna Zinkl das Vorhaben. Die Arbeiten werden von verschiedenen städtischen Stellen koordiniert: Wiener Wasser erneuert Leitungen, Wiener Netze verlegt Strom- und Gasleitungen, und die Wiener Linien übernehmen die Gleisarbeiten.
Zeitplan, Umfang und Auswirkungen
Die ersten Maßnahmen beginnen bereits im August 2026 mit Vorarbeiten, vorrangig durch Wiener Wasser. Auf einer rund 1,1 Kilometer langen Strecke zwischen Altgasse und Stadlergasse werden Wasserleitungen ausgetauscht. Im Zeitraum November 2026 bis März 2027 folgen weitere Arbeiten im Abschnitt Altgasse bis Gloriettegasse.
Ab März 2027 stehen die Wiener Linien im Mittelpunkt: Dann werden auf einer Länge von rund 2,7 Kilometern zwischen der Hietzinger Hauptstraße und der Münichreiterstraße Gleise und Gleisuntergrund der Linie 60 erneuert. Wegen der beengten Platzverhältnisse wird die Lainzer Straße während dieser Phase für den öffentlichen und individuellen Fahrzeugverkehr gesperrt; die Zufahrt für Anrainerinnen und Anrainer bleibt jedoch möglich.
Praktische Folgen für Pendler und Anrainer
- Für die Straßenbahnlinie 60 wird ein Ersatzbusverkehr eingerichtet.
- Die Haltestelle Gloriettegasse wird während der Vorarbeiten in Fahrtrichtung stadteinwärts temporär verlegt.
- In der Lainzer Straße 30 wird ein provisorischer Schutzweg errichtet; jener bei Lainzer Straße 53 wird vorübergehend aufgehoben.
Die Bündelung der Maßnahmen soll langfristig Baustellen reduzieren, kurzfristig aber mit veränderten Verkehrsführungen und Einschränkungen einhergehen. Für Bewohnerinnen und Bewohner bedeutet das: eingeschränkter Autoverkehr entlang der Bauabschnitte, mögliche Umwege und eine verstärkte Nutzung des Ersatzverkehrs der Wiener Linien. Radfahrende können sich auf eine künftig verbesserte Infrastruktur einstellen.
| Phase | Zeitraum | Maßnahmen |
|---|---|---|
| Vorarbeiten | ab August 2026 | Erneuerung Wasserleitungen (Altgasse–Stadlergasse) |
| Umlegearbeiten | noch 2026 | Strom- und Gasleitungen durch Wiener Netze |
| Gleiserneuerung | März 2027 | Erneuerung Gleise und Gleisuntergrund (Hietzinger Hst.–Münichreiterstraße) |
Die Stadt betont, dass die Verkehrsführung so gestaltet wird, dass Anrainerinnen und Anrainer Zugang zu ihren Gebäuden behalten. Nutzerinnen und Nutzer der Linie 60 sollten sich frühzeitig über Ersatzfahrpläne informieren, um Pendelzeiten zu planen.
Die Maßnahmen verknüpfen Instandsetzung der Infrastruktur mit urbaner Aufwertung: Neben technischer Sanierung sind neue Grün- und Aufenthaltsflächen sowie ein durchgängiger Radweg Bestandteile des Konzepts, das langfristig die Aufenthaltsqualität und Mobilitätsoptionen in Hietzing verbessern soll.