Der traditionelle Villacher Kirchtag hat diese Woche internationalen Besuch bekommen: Die sechsköpfige Familie Prinz aus Chicago reiste extra nach Villach, um am Fest teilzunehmen. Die Gruppe wurde am Mittwoch von Vizebürgermeisterin Sarah Katholnig empfangen. Anlass ist die Verbindung der Familie zu Kärnten: Die Vorfahren stammen aus Finkenstein, die heutigen Besucher waren aber zuvor noch nie in Österreich.
Heimatverbindung und Fremdenverkehr
Die Anreise aus den USA zeigt die lokale Strahlkraft des Kirchtags: Für die Familie lagen über 7.000 Kilometer zwischen Wohnort und Festplatz. Begleitet wurden die Besucher von ihrem Cousin, dem langjährigen Spar-Marketingleiter Bruno Arendt, der die Gruppe während des Aufenthalts als Reisebegleiter betreut und ihnen „die vielen schönen Fleckerln in und um Villach“ zeigt.
„Unsere Vorfahren kommen aus Finkenstein, wir selbst waren aber noch nie in Österreich“, sagte Mark Prinz.
Der Vergleich, den Mark Prinz zwischen dem Villacher Kirchtag und dem Münchner Oktoberfest zog, ist bemerkenswert: Nach seiner Einschätzung wirke der Villacher Anlass "viel besser" und authentischer. Die Familie betonte, dass die Kinder vor allem den Vergnügungspark schätzten und ein Wiederkommen geplant sei.
Konkrete Bedeutung für Villach
Solche persönlichen Rückkehrer und Besucher mit Wurzeln in der Region sind für die lokale Wirtschaft und das Image des Festes wichtig. Sie bringen nicht nur direkte Konsumkraft in Gastronomie und Vergnügungsbetriebe, sondern dienen auch als Multiplikatoren in ihren Netzwerken im Ausland. Für die Stadt Villach bedeutet das positive Aufmerksamkeit weit über die Bezirksgrenzen hinaus.
- Wer: Familie Prinz aus Chicago (Vater Mark, Mutter Vanessa, Kinder Vander, Calista, Fiona, Keller)
- Was: Besuch des Villacher Kirchtags; Begrüßung durch Vizebürgermeisterin
- Begleitung: Cousin Bruno Arendt als Reiseleiter vor Ort
- Bedeutung: Kombination aus Familientourismus, Herkunftsbezug und regionalem Brauchtum
Für Einheimische und Verantwortliche im Tourismus ist das Interesse von Rückkehrern und Diaspora-Gruppen ein Hinweis darauf, dass traditionelle Veranstaltungen wie der Kirchtag weiterhin als authentische Begegnungsorte geschätzt werden. Die praktische Folge: Gastgewerbe, Schausteller und lokale Anbieter sollten auf internationale Besucher vorbereitet sein — etwa mit mehrsprachigen Informationsangeboten oder touristischen Hinweisen in englischer Sprache.
| Aspekt | Detail |
|---|---|
| Anreise | > 7.000 km (Chicago – Villach) |
| Teilnehmer | 6 Personen |
| Begrüßung | Vizebürgermeisterin Sarah Katholnig |
Der Besuch unterstreicht zwei lokale Entwicklungen: Erstens die Bedeutung persönlicher Herkunftsverbindungen für die Tourismusentwicklung; zweitens die Rolle von Festen als Träger regionaler Identität. Für Villach bedeutet das konkret: Die Stadt bleibt ein Anziehungspunkt für Menschen mit kärntnerischen Wurzeln weltweit — ein Faktor, der auch künftig in Tourismuskonzepten berücksichtigt werden sollte.
Abschließend zeigt der Fall Prinz, wie ein Fest wie der Kirchtag weit über seine Funktion als Unterhaltung hinauswirkt: Als Ort der Begegnung, der Erinnerung und als Einladung, Kärnten neu zu entdecken.