Einführung des NÖPDMS in den Landeskliniken
In den Landeskliniken Zwettl und Waidhofen/Thaya wird künftig das NÖPDMS (Niederösterreichisches Patient Data Management System) eingesetzt. Das System fasst nach Angaben der Betreiber medizinische, pflegerische und medizintechnische Informationen in einer zentralen digitalen Dokumentation zusammen und soll dadurch die Versorgung vor allem auf den Intensivstationen standardisieren und sicherer machen.
Was das System leistet
Das NÖPDMS stellt relevante Patientendaten für Behandlungsteams übersichtlich, strukturiert und jederzeit aktuell zur Verfügung. Im intensivmedizinischen Alltag entstehen binnen kurzer Zeit große Datenmengen; dazu zählen unter anderem:
- Vitalparameter (z. B. Blutdruck, Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung),
- Beatmungswerte und Einstellungen von Geräten,
- Laborbefunde und Flüssigkeitsbilanzen,
- Medikamentengaben sowie ärztliche und pflegerische Maßnahmen.
Durch die zeitliche Darstellung dieser Werte können Veränderungen des Gesundheitszustandes früher erkannt und in therapeutische Entscheidungen einbezogen werden.
Vorteile für Patientensicherheit und Arbeitsabläufe
Ein zentraler Vorteil ist die Reduktion von Mehrfachdokumentation: Werte werden automatisiert aus angeschlossenen medizinischen Geräten übernommen, wodurch manuelle Eingaben seltener notwendig sind. Zudem unterstützt die strukturierte Dokumentation die Nachvollziehbarkeit bei Medikamentengaben, indem Dosierungen, Verabreichungszeitpunkte und Therapieänderungen eindeutig ablesbar bleiben.
"Das NÖPDMS führt medizinische, pflegerische und medizintechnische Informationen in einer zentralen digitalen Dokumentation zusammen."
Für das Personal bedeutet das einerseits eine Entlastung bei Dokumentationsaufgaben, andererseits wird die Grundlage für schnellere klinische Entscheidungen verbessert. Gerade bei komplexen intensivmedizinischen Behandlungen kann dies einen direkten Einfluss auf die Sicherheit der Patientinnen und Patienten haben.
Konkrete Bedeutung für den Bezirk
Für Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirks Waidhofen an der Thaya heißt die Umstellung konkret:
- Verbesserte Nachvollziehbarkeit des Behandlungsverlaufs in den genannten Landeskliniken.
- Wahrscheinlich kürzere Informationswege zwischen Ärztinnen und Ärzten, Pflegepersonal und Medizintechnik.
- Geringeres Risiko von Dokumentationsfehlern bei akutmedizinischen Eingriffen.
| Einrichtung | Erwarteter Effekt |
|---|---|
| Landesklinikum Zwettl | Strukturiertere Dokumentation, schnellere Verfügbarkeit von Messdaten |
| Landesklinikum Waidhofen/Thaya | Gesteigerte Patientensicherheit auf der Intensivstation |
Die Umstellung auf das NÖPDMS ist Teil fortschreitender Digitalisierungsmaßnahmen im Gesundheitswesen Niederösterreichs. Wie rasch Mitarbeitende geschult werden und wie störungsfrei die Anbindung medizinischer Geräte läuft, entscheidet über die tatsächliche Wirksamkeit vor Ort. Patientinnen, Patienten und Angehörige können sich vorerst darauf verlassen, dass relevante Daten künftig gebündelt und zeitnah für Behandlerinnen und Behandler zugänglich sind.