Zusammenschluss beschlossen
Die Mitglieder der beiden Lagerhaus-Genossenschaften in der Region haben sich entschieden, ihre Kräfte zu bündeln. Mit den zustimmenden Beschlüssen in den Generalversammlungen wurde der Weg frei für die Gründung des Lagerhauses Oberes Waldviertel. Der Zusammenschluss vereint künftig rund 4.500 Mitglieder als regionale Eigentümer und steht unter einer gemeinsamen Geschäftsführung.
Was sich ändert — und was bleibt
Die neue Genossenschaft wird an 21 Standorten tätig sein und nach den vorliegenden Angaben rund 700 Mitarbeiter beschäftigen. Erwarteter Jahresumsatz: etwa 200 Mio. Euro. Trotz der stärkeren, überregionalen Struktur betonen die Verantwortlichen, dass die Organisation regional verankert bleibt und Entscheidungen weiterhin vor Ort getroffen werden sollen.
- Mitgliedschaft: Rund 4.500 Mitglieder bleiben Eigentümer.
- Standorte: 21 Vertriebs- und Servicestellen in drei Bezirken.
- Beschäftigung: Circa 700 Arbeitsplätze in der neuen Genossenschaft.
- Umsatz: Erwartet circa 200 Millionen Euro jährlich.
Gründe für den Zusammenschluss
Die Geschäftsführer beider bisherigen Lagerhäuser sehen im Schritt eine Antwort auf die wachsende Dynamik des Marktes. Ziel ist es, die regionale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, interne Kompetenzen zu bündeln und die Grundlage für weiteres Wachstum zu schaffen. Sowohl die Leitung des bisherigen Lagerhauses Waidhofen/Thaya als auch jene von Gmünd-Vitis betonen Kontinuität als wichtiges Anliegen.
„Mit der neuen Lagerhaus-Genossenschaft Oberes Waldviertel schaffen wir eine starke regionale Organisation, die ihre Wurzeln bewahrt und gleichzeitig die Voraussetzungen für weiteres Wachstum und erfolgreiche Entwicklungen schafft.“
Lokale Bedeutung für den Bezirk Waidhofen an der Thaya
Für den Bezirk Waidhofen an der Thaya bedeutet der Zusammenschluss mehrere konkrete Auswirkungen: Eine gebündelte Organisation kann Serviceleistungen ausbauen und Warendisposition effizienter gestalten, was für Landwirtschaft, Gewerbe und Handwerk vor Ort relevant ist. Gleichzeitig wird die Sicherung von Arbeitsplätzen genannt; durch die gemeinsame Geschäftsführung soll Erfahrung erhalten bleiben und regionale Ausgewogenheit gewahrt werden.
| Aspekt | Vorher | Nachher (neu) |
|---|---|---|
| Mitglieder | jeweils regional | ~4.500 |
| Standorte | zusammengeführt | 21 |
| Beschäftigte | getrennt | ~700 |
| Umsatz | jeweils geringer | ~200 Mio. € |
Für Kundinnen und Kunden in der Region steht die praktische Konsequenz im Vordergrund: Verbesserung von Angebot, Erreichbarkeit und Servicequalität. Für bäuerliche Betriebe, kommunale Partner und das Gewerbe im Bezirk kann eine größere Lagerhausorganisation Vorteile bei Einkaufskonditionen, Logistik und Beratungsleistungen bringen.
Wichtig bleibt, dass die Genossenschaftsstruktur bestehen bleibt: Die Mitglieder behalten Mitspracherechte, und die erwirtschaftete Wertschöpfung soll in der Region verbleiben. Die Geschäftsführung wird künftig gemeinsam von den bisherigen Leitern beider Lagerhäuser getragen, um Kontinuität und regionale Ausgewogenheit zu sichern.
Weiterführende Gespräche zu organisatorischen Details und Umsetzungsschritten sind zu erwarten. Konkret betroffen sind neben den Standorten administrative Abläufe, Einkaufskonditionen und mögliche Anpassungen in der Betriebsorganisation — Punkte, über die die Mitglieder und Beschäftigten in den nächsten Monaten informiert werden.