Am Donnerstagnachmittag führte ein technischer Defekt in einem Umspannwerk zu einem Feuer und einem großflächigen Stromausfall im Waldviertel. Um 13.20 Uhr wurden die Feuerwehren Altwaidhofen und Waidhofen/Thaya alarmiert; die Einsatzkräfte nahmen bereits auf der Anfahrt eine starke Rauchentwicklung wahr.
Ursache und Ablauf
Vor Ort stellte sich heraus, dass eine Stromleitung abgerissen am Boden lag und heiße Teile herabfielen, die auf dem Gelände des Umspannwerks eine Fläche in Brand setzten. Weitere Einschaltversuche des Betreibers führten zu großen Lichtbögen, lauten Knallen und Stichflammen. Der Einsatzleiter suchte unmittelbar Kontakt mit dem EVN‑Störungsdienst; erst nach Eintreffen von EVN‑Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern konnten Maßnahmen zur Wiederherstellung der Versorgung gesetzt werden.
Einsatzmaßnahmen der Feuerwehren
Die Einsatzkräfte der Feuerwehren blieben zunächst in sicherer Entfernung und errichteten eine Löschleitung. Parallel wurden folgende Schritte gesetzt:
- Der Flurbrand an der Grundstücksgrenze wurde gelöscht, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
- Der vom Brand betroffene Bereich wurde stromlos gemacht und geerdet, bevor das Gelände betreten werden konnte.
- Die Brandfläche wurde anschließend großflächig mit Löschwasser benetzt, kleinere Glutnester abgelöscht.
Erst nach diesen Absicherungsmaßnahmen konnten die Feuerwehrleute gefahrlos arbeiten. Der Einsatz wurde kurz nach 19 Uhr beendet und die Einsatzstelle an die EVN übergeben.
Auswirkung auf die Versorgung
Laut EVN waren rund 28.000 Haushalte betroffen; die Betroffenen waren in der Spitze bis zu eine Stunde ohne Strom. Nachdem die betroffenen Anlagen stromlos geschaltet und gesichert worden waren, konnte die Stromversorgung nach und nach wiederhergestellt werden.
| Zeitpunkt | Ereignis |
|---|---|
| 13:20 Uhr | Alarmierung Feuerwehren Altwaidhofen und Waidhofen/Thaya |
| Nachmittag | Stromausfall für ca. 28.000 Haushalte |
| Kurz nach 19:00 Uhr | Einsatzende, Übergabe an EVN |
Technischer Befund
Die EVN gab als Ursache ein Gebrechen an einem Isolator in einer 110‑Kilovolt‑Schaltanlage an. Demnach fielen heiße Teile herab, die den Flurbrand auslösten. Nach Angaben von Feuerwehr und Energieversorger konnte durch die rasche Zusammenarbeit eine weitere Ausbreitung verhindert werden.
Für die Bevölkerung im Bezirk Waidhofen/Thaya bedeutete der Zwischenfall vor allem kurzfristige Versorgungseinschränkungen. Haushalte sollten im Falle plötzlicher Stromausfälle Ruhe bewahren, elektrische Geräte nach Wiederkehr der Versorgung kontrolliert in Betrieb nehmen und bei anhaltenden Problemen den regionalen Energieanbieter kontaktieren.