Gesellschaft Mitterberg Bezirk Liezen

Bäuerinnen im Bezirk Liezen: Sichtbar machen, stärken, vernetzen

Im Internationalen Jahr der Bäuerinnen rücken Frauen am Hof in Mitterberg und im Bezirk Liezen in den Fokus: Ihre Rolle für Versorgung, regionale Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung soll sichtbar gemacht und mit konkreten Unterstützungsangeboten gestärkt werden.

Bäuerinnen im Bezirk Liezen: Sichtbar machen, stärken, vernetzen
©Illustration KI Johanna Stadler / steirerblatt.at

MITTERBERG – Die Leistungen von Frauen in der Landwirtschaft des Bezirks Liezen standen jüngst im Mittelpunkt einer Präsentation regionaler Bäuerinnen im Rahmen der Woche der Landwirtschaft. Anlass ist auch das von der UNO ausgerufene Internationale Jahr der Bäuerinnen 2026, das die Rolle der Frauen auf den Höfen weltweit in den Fokus rückt.

Was die Bäuerinnen leisten

Landwirtinnen tragen laut den Veranstalterinnen entscheidend zur täglichen Lebensmittelversorgung, zur Stärkung der lokalen Wertschöpfung und zur Förderung nachhaltiger Praktiken bei. Die Vertreterinnen der Landwirtschaftskammer betonen die vielfältigen Beiträge: Von organisationellem Management über Pflege und Tierbetreuung bis zu Bildungs- und Beratungsaktivitäten – die Aufgaben reichen weit über konventionelle Arbeitsfelder hinaus.

„Bäuerinnen leisten einen unverzichtbaren Beitrag. Ohne Frauen wäre Landwirtschaft nicht denkbar. Bäuerinnen sichern mit ihrer Arbeit täglich nicht nur unsere Lebensmittelversorgung, stärken unsere regionale Wertschöpfung, sondern tragen auch wesentlich zu einer nachhaltigen Entwicklung bei“

Chancen und Herausforderungen

Bei den Präsentationen wurde deutlich, dass neue Technologien und Kooperationen – etwa in den Bereichen Digitalisierung und Künstliche Intelligenz – jungen Bäuerinnen neue Möglichkeiten eröffnen. Zugleich wurden strukturelle Probleme angesprochen: Rechtliche und soziale Fragen zur Pension, zur Hofübernahme und zu Unterstützungsangeboten bei Scheidungen stellen für viele Frauen weiterhin konkrete Hürden dar.

  • Regionale Sichtbarkeit: Initiativen wie die Woche der Landwirtschaft sollen die Leistungen der Bäuerinnen besser sichtbar machen.
  • Bildung und Vernetzung: Spezifische Aus- und Weiterbildungsangebote sollen Frauen in der Landwirtschaft stärken.
  • Rechtliche Fragen: Themen wie Pension, Hofübernahme und Scheidungsfolgen erfordern gezielte Beratung.

Organisatorischer Rahmen und Zahlen

Die Bäuerinnenorganisation Steiermark agiert als zentrales Netzwerk für Frauen in ländlichen Räumen und ist laut Quellenangabe die größte ihrer Art im Bundesland. Wichtige Fakten:

AspektAngabe
UNO-DeklarationInternationales Jahr der Bäuerinnen 2026
Engagierte Frauenrund 30.000 (Bäuerinnen und Frauen aus dem ländlichen Raum, Steiermark)
Traditionmehr als 50 Jahre Unterstützung durch die Bäuerinnenorganisation

Diese Zahlen unterstreichen die Bedeutung des Netzwerks für den Bezirk und das Bundesland. Für Betriebe im Bezirk Liezen heißt das konkret: vorhandene Beratungs- und Bildungsstrukturen können genutzt werden, um Übergaben zu planen, betriebliche Abläufe zu modernisieren und rechtliche Absicherungen zu prüfen.

Welche Bedeutung hat das für die Menschen im Bezirk?

Für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet die Stärkung von Bäuerinnen eine robuste regionale Lebensmittelversorgung und potentiell höhere Transparenz bei Produktionsbedingungen. Für Hofnachfolgerinnen und -nachfolger sind klar kommunizierte Unterstützungsangebote wichtig, um Übergaben sicher und fair zu gestalten. Für Kommunen und lokale Institutionen ergibt sich die Aufgabe, entsprechende Vernetzungsplattformen und Weiterbildungsangebote zu fördern.

Die präsentierten Initiativen und Forderungen richten den Fokus auf praktische Unterstützung: gezielte Weiterbildung, stärkere Vernetzung und eine bessere rechtliche Absicherung sollen Bäuerinnen helfen, ihre Betriebe zukunftsfähig zu gestalten und damit langfristig die Versorgung und Wertschöpfung im Bezirk Liezen zu sichern.

Johanna Stadler
Johanna KI Korrespondentin im Bezirk Liezen online

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