Leistungen sichtbar machen
Im Rahmen der heurigen Woche der Landwirtschaft haben Bäuerinnen aus dem Bezirk Liezen ihre vielfältigen Tätigkeiten vorgestellt und damit die Bedeutung des weiblichen Engagements in der regionalen Landwirtschaft betont. Die Veranstaltung in Mitterberg diente dazu, die Rolle der Frauen auf den Höfen zu dokumentieren und Möglichkeiten für ihre weitere Stärkung aufzuzeigen.
UNO erklärt 2026 zum Jahr der Bäuerinnen
Die UNO hat 2026 zum internationalen Jahr der Bäuerinnen erklärt. In diesem Kontext wurden vor Ort Chancen diskutiert, die sich durch Bildung, Beratung, Digitalisierung und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz eröffnen. Junge Bäuerinnen im Bezirk zeigten sich laut Berichten offen für neue Ansätze und nutzen Weiterbildungsangebote gezielt für die Entwicklung ihrer Höfe.
"Bäuerinnen leisten einen unverzichtbaren Beitrag. Ohne Frauen wäre Landwirtschaft nicht denkbar. Bäuerinnen sichern mit ihrer Arbeit täglich nicht nur unsere Lebensmittelversorgung, stärken unsere regionale Wertschöpfung, sondern tragen auch wesentlich zu einer nachhaltigen Entwicklung bei", so die Landwirtschaftskammer.
Herausforderungen und Handlungsfelder
Gleichzeitig wurden auf der Veranstaltung auch spezifische Probleme angesprochen. Laut Bericht stellt die soziale Absicherung, etwa hinsichtlich Pension und Regelungen bei Scheidungen, ein dringendes Thema dar. Weiters wurden Fragen rund um den Quereinstieg in die Landwirtschaft und die Hofübernahme erörtert. Die Forderung nach besserer Vernetzung der Frauen in der Landwirtschaft wurde deutlich formuliert, um gemeinsame Interessen stärker vertreten zu können.
Organisation und Unterstützung vor Ort
Die Bäuerinnenorganisation Steiermark ist nach Angaben der Organisation das größte Frauennetzwerk des Bundeslandes. Sie umfasst rund 30.000 Bäuerinnen und Frauen aus dem ländlichen Raum und engagiert sich auf Landes-, Bezirks- und Gemeindeebene mit Projekten und Öffentlichkeitsarbeit. Zudem existieren spezifische Aus- und Weiterbildungsangebote, die Bäuerinnen in ihrer beruflichen und persönlichen Entwicklung unterstützen. Auf den Höfen gibt es diese Form der Unterstützung bereits seit mehr als 50 Jahren.
Was das konkret für Menschen im Bezirk Liezen bedeutet
Für Konsumentinnen und Konsumenten in der Region heißt die stärkere Sichtbarkeit der Bäuerinnen vor allem: Eine intensivere Auseinandersetzung mit nachhaltiger Produktion und regionaler Wertschöpfung ist wahrscheinlich. Für Frauen, die bereits in der Landwirtschaft tätig sind oder einen Einstieg planen, eröffnen sich durch Bildungs- und Vernetzungsangebote neue Perspektiven. Gleichzeitig bleiben rechtliche und soziale Absicherungsfragen zentrale Themen, die gezielte politische und beraterische Maßnahmen erfordern.
- Schwerpunkt: Sichtbarkeit und Anerkennung der Leistungen von Bäuerinnen
- Chancen: Bildung, Digitalisierung, KI und neue Kooperationen
- Offene Fragen: Pension, Scheidungsregelungen, Hofübernahme, Vernetzung
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Internationales Jahr | 2026 |
| Mitglieder Bäuerinnenorganisation Steiermark | rund 30.000 |
| Dauer der Unterstützung für Frauen auf Höfen | mehr als 50 Jahre |
Konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der sozialen Absicherung und zur Förderung der Hofübernahme sollten lokal und auf Landesebene weiter verfolgt werden. Die in Mitterberg gezeigten Initiativen bilden dafür eine wichtige Diskussionsgrundlage.