Die Marktgemeinde Gröbming erhält einen neuen, niveaufreien Anschluss an die Bundesstraße B 320. Ein zwischen dem Land Steiermark und der Gemeinde bereits unterzeichneter Vertrag ermöglicht nun die Umsetzung eines Großprojekts, das die bisherige vierarmige Kreuzung ersetzen wird. Das Vorhaben gehört zu den 14 Maßnahmen, die ursprünglich 2018 für die B 320 präsentiert wurden.
Was gebaut wird
Das zentrale Bauteil des Vorhabens ist eine Brücke mit einer Länge von etwa 65 Metern und einer Breite von knapp 10 Metern inklusive Randbalken. Auf der Brücke ist ein Gehsteig vorgesehen, damit Fußgängerinnen und Fußgänger die Bundesstraße sicher überqueren können. Radfahrende werden im Mischverkehr geführt.
- Gesamtkosten: derzeit geschätzt 7,5 Millionen Euro
- Gemeindeanteil: Gröbming trägt 1,5 Millionen Euro
- Brücke: rund 65 m lang, knapp 10 m breit (inkl. Randbalken) mit Gehsteig
- Fahrbahnlösung: Beschleunigungs- und Verzögerungsspuren, keine Linksabbieger mehr
Begründe Wirkung für Verkehr und Gewerbe
Verkehrslandesrätin Claudia Holzer hebt in der Mitteilung die doppelte Zielsetzung hervor: Zum einen soll die Maßnahme die Verkehrssicherheit und die Leistungsfähigkeit des Anschlusses Gröbming Ost erhöhen, zum anderen wird mit der baulichen Verbesserung eine weitere Entwicklung des angrenzenden Gewerbegebiets möglich.
"An den aktuell geschätzten Gesamtkosten von 7,5 Millionen Euro wird sich die Marktgemeinde mit 1,5 Millionen Euro beteiligen, zudem wurden die notwendigen Grundeinlöse durchgeführt. Das Bauvorhaben wird nicht nur die Verkehrssicherheit und die Leistungsfähigkeit des Anschlusses Gröbming Ost massiv erhöhen, sondern auch eine weitere, positive Entwicklung des angrenzenden Gewerbegebietes ermöglichen"
Für die Anrainerinnen und Anrainer sowie für die Betriebe im Gewerbegebiet bedeutet dies konkret bessere Zufahrtsbedingungen, geringere Wartezeiten beim Ein- und Ausfahren sowie ein vermindertes Unfallrisiko an einem bisher engen Kreuzungsbereich. Die geplanten Beschleunigungs- und Verzögerungsspuren sollen das Einfädeln in den fließenden Verkehr vereinfachen; gleichzeitig wird das Linksabbiegen an diesem Knotenpunkt künftig nicht mehr möglich sein.
Technische Details und Vorteile der Bauweise
Projektleiter Thomas Wankhammer (A16 — Verkehr und Landeshochbau) erläutert die gewählte Bauweise: Es soll eine sogenannte integrale Brücke errichtet werden. Diese Konstruktion verzichtet auf Fahrbahnübergänge beziehungsweise Dehnungsfugen und die üblichen Widerlager, wodurch die wartungsintensivsten Bauteile wegfallen. Für die langfristige Instandhaltung bedeutet das geringere Kosten und weniger Instandsetzungsaufwand.
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Gesamtkosten (geschätzt) | 7,5 Mio. € |
| Gemeindeanteil | 1,5 Mio. € |
| Brückenmaße | ~65 m Länge, ~10 m Breite (inkl. Randbalken) |
Weiters sind an der B 320 Beschleunigungs- und Verzögerungsspuren geplant. Diese Änderungen zielen darauf ab, den Verkehrsfluss zu verbessern und Konfliktsituationen zu reduzieren. Die Maßnahme ersetzt die bisherige vierarmige Kreuzung durch einen niveaufreien Knoten, was in der Regel zu einer merklichen Reduktion von Querungsrisiken führt.
Ausblick und Bedeutung für die Region
Mit der Unterzeichnung des Vertrages sind die formalen Voraussetzungen für die nächsten Planungsschritte geschaffen. Konkrete Zeitangaben für Baubeginn und Fertigstellung wurden in der Mitteilung nicht genannt; ebenso fehlen detaillierte Angaben zu Verkehrsführungen während der Bauzeit. Für Pendlerinnen und Pendler, Anrainer und Gewerbetreibende in Gröbming bedeutet das Projekt jedoch einen langfristigen Gewinn an Sicherheit und Leistungsfähigkeit der Verkehrsinfrastruktur.
Insgesamt ist das Vorhaben Teil eines größeren Pakets von Maßnahmen zur Verbesserung der B 320, das bereits 2018 vorgestellt worden war. Für die lokale Entwicklung bleibt wichtig, wie die Arbeiten zeitlich koordiniert werden und inwieweit Umleitungen oder Bauphasen den Verkehrsalltag beeinträchtigen werden. Sobald konkrete Bauzeiten vorliegen, werden betroffene Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer sowie lokale Betriebe über Umleitungen und Zeitpläne informiert werden müssen.