Stadion, Trainer und Kader: Was Lustenau erwartet
Nach zwei Jahren Abwesenheit kehrt der SC Austria Lustenau in die ADMIRAL Bundesliga zurück. Für die Gemeinde bedeutet das nicht nur sportliche Rückkehr auf die nationale Bühne, sondern auch eine anhaltende Stadion-Euphorie, die sich auf Heimspiele, lokale Gastronomie und Vereinsleben auswirken dürfte. Trainer Markus Mader übernimmt erneut die sportliche Leitung – er führte die Mannschaft bereits 2022 zum Aufstieg.
Die sportliche Ausgangslage birgt jedoch einige Unsicherheiten. Der Verein muss den Abgang mehrerer Leistungsträger verkraften: Mame Wade (7 Tore), Jack Lahne (9 Tore) und Amine Bouchenna (7 Tore) wechselten weg. Der Vergleich zu früheren Abgängen wie Haris Tabakovic und Muhammed Cham wird gezogen; damals belegte die Austria nach dem Aufstieg den achten Rang. Ein ähnliches Saisonziel dürfte für viele Verantwortliche in Lustenau realistisch und akzeptabel sein.
Personalstruktur im Detail
Die Personalplanung zeigt, dass in einigen Bereichen Erfahrung vorhanden ist, während an anderer Stelle noch Entwicklung nötig ist. Im Tor ist Domenik Schierl als Nummer eins gesetzt. Sein Backup ist der Deutsche Phillip Böhm, der bislang lediglich zwei Cup-Einsätze verzeichnet; als dritte Wahl steht der 19-jährige Youngster Frederic Flatz im Kader.
In der Defensive setzt Mader weiterhin auf eine Viererkette. Innenverteidiger-Kapazitäten kommen unter anderem von Kapitän Matthias Maak und dem ausgeliehenen Emmanuel Chuwku. Weitere Kandidaten sind Robin Voisine und Niklas Pertlwieser. Links bringt die Rückkehr von Danilo Soares zusätzliche Qualität, während Lukas Ibertsberger als Mitbewerber zur Verfügung steht. Rechts scheint Fabian Gmeiner derzeit ohne direkte Konkurrenz – der Verein kündigte jedoch an, hier noch nachlegen zu wollen.
- Tor: Domenik Schierl (Nummer eins); Phillip Böhm (Backup, 2 Cup-Spiele); Frederic Flatz (19)
- Abwehr: Matthias Maak, Emmanuel Chuwku, Robin Voisine, Niklas Pertlwieser, Danilo Soares, Lukas Ibertsberger, Fabian Gmeiner
- Mittelfeld: geplant im 4-3-3 mit Neuzugängen wie Dion Kacuri und Lord Afrifa sowie Pius Grabher und Sacha Delaye
Folgen für Lustenau und Perspektiven
Für Lustenau bedeutet die Bundesliga-Rückkehr mehr als nur sportliche Aufmerksamkeit: Heimspiele im neuen Stadion bringen Besucherinnen und Besucher in die Gemeinde, was lokale Gastronomie und Einzelhandel kurzfristig beflügeln kann. Langfristig hängt viel vom sportlichen Abschneiden und von der Stabilität des Kaders ab. Entscheidend wird sein, wie gut die Mannschaft kollektiv funktioniert, nachdem mehrere Offensivspieler mit Torbeteiligung abgegangen sind.
Trainer Mader setzt auf Konkurrenz in vielen Positionen, um das Niveau zu heben. Ob diese Strategie reicht, um den Verlust der Torjäger zu kompensieren, bleibt die zentrale sportliche Frage der Vorbereitung und der ersten Meisterschaftsrunden.
| Abgang | Tore (letzte Saison) |
|---|---|
| Mame Wade | 7 |
| Jack Lahne | 9 |
| Amine Bouchenna | 7 |
Für die Lustenauerinnen und Lustenauer bleibt die neue Saison ein Testfall: Kann die Mannschaft im Kollektiv die Lücken schließen und die Stimmung rund ums Stadion in nachhaltigen Vorteil für Verein und Gemeinde wandeln? Die nächste Zeit, besonders die ersten Bundesliga-Monate, wird zeigen, wie tragfähig die aktuellen Planungen sind.