Im Haubiversum in Petzenkirchen hat eine Typisierungsaktion aus dem Frühjahr 2019 nachhaltige Wirkung gezeigt: Nach der Registrierung von rund 500 Personen konnten mittlerweile zwei passende Stammzellspender identifiziert werden. Die Initiative war seinerzeit von Franz Mayrhofer aus Petzenkirchen angestoßen worden. Bei einem kürzlich abgehaltenen Frühstück bedankten sich Organisator und lokale Vertreter für das Engagement der Teilnehmenden.
Wie die Aktion zustande kam und was erreicht wurde
Im März 2019 riefen lokale Aktivist:innen zur Typisierung auf, um das internationale Stammzellspenderregister zu erweitern. Die Aktion im Haubiversum erreichte eine breite Resonanz: etwa 500 Menschen ließen sich registrieren. Das erklärte Ziel war, die Chancen zu erhöhen, für Patientinnen und Patienten mit schweren Blutkrankheiten wie Leukämie passende Spender zu finden. Nun wurden zwei geeignete Spender aus jener Runde ermittelt.
Bedeutung für Betroffene und Region
Die Identifikation zweier Spender ist konkret lebensrettend: Eine passende Gewebemerkmal-Übereinstimmung kann die Aussicht auf erfolgreiche Stammzelltransplantationen deutlich verbessern. Für den Bezirk Melk unterstreicht das Ergebnis, dass lokale Typisierungsaktionen direkte, messbare Wirkungen haben können. Das Engagement von Freiwilligen vor Ort trägt damit nicht nur statistisch, sondern ganz konkret zur Versorgung von Patientinnen und Patienten bei.
- Initiator: Franz Mayrhofer (Petzenkirchen)
- Ort: Haubiversum, Petzenkirchen
- Zeitpunkt der Aktion: März 2019
- Registrierte Personen: rund 500
- Gefundene passende Spender: 2
Praktische Hinweise für Interessierte
Wer sich heute typisieren lassen möchte, findet Informationen und Anlaufstellen bei den nationalen Stammzellspenderorganisationen und lokalen Blutspende- bzw. Typisierungsaktionen. Für eine Registrierung sind in der Regel ein Wangenabstrich und die Angabe persönlicher Daten nötig; die eigentliche Spende erfolgt nur, wenn eine Übereinstimmung mit einer Patientin oder einem Patienten vorliegt. Lokale Initiativen zeigen, dass sich Beteiligung lohnt — die Ergebnisse aus Petzenkirchen belegen das eindrücklich.
| Jahr | Aktion | Ergebnis |
|---|---|---|
| 2019 | Typisierung im Haubiversum | ~500 Registrierungen, 2 passende Spender |
Bei einem gemeinsamen Treffen würdigten neben dem Initiator auch lokale Vertreter das Engagement der Beteiligten. Namen, die bei der Zusammenkunft genannt wurden, sind unter anderem Anton Haubenberger und Petzenkirchens Ortschef Günther Sidl. Das Treffen diente dem Dank an jene, die sich vor Jahren registrieren ließen und damit die Chance auf Rettung für Erkrankte erhöhten.
Die Bilanz ist für die Region ein klares Signal: Bereits einmalige Aktionen können langfristige und lebensrettende Effekte haben. Für Bürgerinnen und Bürger im Bezirk Melk bleibt die Lehre daraus, sich bei ähnlichen Aufrufen zu beteiligen — jede Typisierung erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass jemand in Not rechtzeitig einen passenden Spender findet.