Großer finanzieller Schaden nach vorgetäuschter Liebesbeziehung
Die Landespolizeidirektion Wien meldet die Festnahme einer 30-jährigen Frau, der vorgeworfen wird, einen 62-jährigen Mann über eine Social-Media-Plattform um nahezu 790.000 Euro gebracht zu haben. Nach Angaben der Ermittler hatte die Beschuldigte dem Opfer eine Liebesbeziehung vorgetäuscht, um wiederholt hohe Geldbeträge zu erhalten.
Die Überweisungen sollen bereits im Jahr 2024 begonnen haben. Als Motiv nannte die Polizei wiederholt finanzielle Engpässe, die die Frau für ihre Forderungen anführte — etwa angebliche Investitionsabsichten und Scheidungskosten. Für ein erneutes persönliches Treffen in einem Lokal in Wien-Leopoldstadt war ein Termin vereinbart; auf dem Weg dorthin erfolgte die Festnahme.
"Sie gab an, in ein Kosmetikstudio und in Wohnprojekt investieren zu wollen",
Die Festnahme erfolgte auf Basis einer Festnahmeanordnung der Staatsanwaltschaft; Beamte der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) führten den Zugriff durch. Nach der Verhaftung wurde die Beschuldigte in eine Justizanstalt überstellt.
Was die Ermittlungen bedeuten
Der Fall steht exemplarisch für sogenannte Love-Scamming-Verfahren: Täuschung über Nähe und Vertrauen mit dem Ziel, Vermögenswerte zu erschleichen. Für betroffene Personen hat das mehrere Folgen:
- erheblicher finanzieller Verlust und mögliche Existenzgefährdung;
- psychische Belastung durch Vertrauensbruch;
- umfangreiche juristische und forensische Ermittlungen gegen Verdächtige.
Für Wienerinnen und Wiener bedeutet das: Misstrauen gegenüber unverlangten Gefühlsbekundungen aus dem Netz ist berechtigt, und Geldforderungen sollten nie unkritisch erfüllt werden. Opfer von Online-Betrug bleibt die Möglichkeit, Anzeige zu erstatten und Kontakt mit der Polizei aufzunehmen.
Kurzüberblick
| Aspekt | Angaben |
|---|---|
| Mutmaßlicher Schaden | ca. 790.000 Euro |
| Opferalter | 62 Jahre |
| Beschuldigte | 30 Jahre |
| Ort der Festnahme | Wien-Leopoldstadt (auf dem Weg zu einem Lokal) |
| Ermittler | Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) |
Die Landespolizeidirektion betont die laufenden Ermittlungen. Konkrete Details zu Kommunikationsinhalten, zur genutzten Plattform oder weiteren möglichen Mittätern wurden bisher nicht veröffentlicht. Betroffene in Wien, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, werden gebeten, sich an die Polizei zu wenden und alle verfügbaren Unterlagen wie Bankbelege oder Nachrichten aufzubewahren.
Für die Öffentlichkeit ist dieser Fall ein deutliches Signal: Online-Beziehungen können reale Risiken bergen, insbesondere wenn finanzielle Forderungen schnell und in großem Umfang gestellt werden. Die Behörden setzen auf sorgfältige Spurensicherung und strafrechtliche Aufarbeitung solcher Fälle.