Was Anrainerinnen und Anwohner spürten
Seit Montag berichteten mehrere Bewohnerinnen und Bewohner der Franz‑Pichler‑Straße in Weiz von deutlichen Vibrationen im Wohnumfeld. Manche gingen zunächst von einem Erdbeben aus; ein Anrainer schilderte, er habe sich „zuerst gar nicht ausgekannt“ und an ein erneutes Beben gedacht. Ein Lokalaugenschein am Dienstagvormittag vor Ort machte die Ursache sichtbar: Auf der Baustelle des Innovationszentrums Weiz sind schwere Vorbereitungsarbeiten im Gange.
Technik und Zweck der Arbeiten
Auf der rund 900 Quadratmeter großen Baustelle wird der Untergrund an etwa 150 Stellen verdichtet. Verantwortlich ist ein hydraulisches Gerät, das einen schweren Hammer in sehr schneller Folge auf eine Stahlplatte schlägt. Die Bauaufsicht erklärt, dass es sich dabei um eine Impulsdruckverdichtung handelt, die bei sandigen oder gemischten Böden eingesetzt wird, damit größere Gebäude auf tragfähigem Untergrund stehen.
„Wir machen hier Bodenverdichtungsmaßnahmen“, erklärte Horst Schwarzenberger, der die örtliche Bauaufsicht innehat.
Diese Schläge erzeugen Druckwellen im Boden; dadurch rücken feine Körnchen zusammen, eingeschlossene Luft entweicht und der Boden gewinnt an Dichte und Stabilität. Bei dem Verfahren trifft der Hammer rund 40 bis 60 Mal pro Minute auf die Platte. Ursprünglich waren die Arbeiten für vier Tage angesetzt, nach Angaben der Bauaufsicht sollen sie nun jedoch bereits nach drei Tagen abgeschlossen sein.
- Betroffene Straße: Franz‑Pichler‑Straße, Weiz
- Baustelle: Innovationszentrum Weiz, neues Gebäude (fünftes Gebäude des Zentrums)
- Maßnahme: Impulsdruckverdichtung
- Umfang: 900 m² Baustellenfläche, 150 Verdichtungsstellen
- Dauer: begonnen Montag, geplant 3 statt 4 Tage
Warum diese Maßnahme notwendig ist
Die Geschäftsführung des Innovationszentrums wies darauf hin, dass für das geplante Gebäude kein Unterkellerung vorgesehen ist; deshalb sei laut Bodenanalysen und geologischer Begutachtung eine Verdichtung des Oberbodens nötig, damit es später nicht zu Setzungen kommt. Der Spatenstich für das neue Gebäude ist für August terminiert. Solche Vorarbeiten sind übliche Vorbereitungsschritte bei Neubauten, können aber vorübergehend zu Belästigungen durch Lärm und spürbare Erschütterungen führen.
| Parameter | Angabe |
|---|---|
| Baustellenfläche | 900 m² |
| Anzahl Verdichtungsstellen | 150 |
| Schlagfrequenz | 40–60 Schläge/Minute |
| Geplante Dauer | 3 Tage (statt 4) |
Was Anwohnende beachten sollten
Für Menschen in unmittelbarer Nähe bedeuten solche Maßnahmen vorübergehenden Lärm und, je nach Gebäudestruktur, leichte Vibrationen. Die Bauaufsicht gibt an, dass es sich um planmäßige, kontrollierte Arbeiten handelt. Für besondere Vorkommnisse (Risse in Gebäuden, ungewöhnliche Geräusche, andauernde starke Erschütterungen) sollten Betroffene Kontakt mit der Gemeinde oder der örtlichen Bauaufsicht aufnehmen, damit eine Begutachtung stattfinden kann. Bei akuter Gefährdung ist wie immer der Notruf zu wählen.
Für den weiteren Verlauf ist zu beachten, dass nach Abschluss der Verdichtungsarbeiten der reguläre Bauablauf fortgesetzt wird; der Spatenstich ist wie geplant für August vorgesehen. Welche konkreten Zeiten die Arbeiten hatten (z. B. Beginn am Morgen), wurde nicht detailliert angegeben; Anrainerinnen und Anwohner können bei weiteren Fragen die Geschäftsführung des Innovationszentrums oder die Bauaufsicht kontaktieren.