Die Rallye Weiz 2026 hat am Donnerstag nach dem ersten Wettbewerbstag für überraschende Rangordnungen und spannende Ausgangslagen gesorgt. Nach 3 von 11 Prüfungen führt der Salzburger Staatsmeister Hermann Neubauer die Hauptwertung nur um sechs Zehntelsekunden vor dem regierenden Champion Simon Wagner (Hyundai i20 Rally2).
Wetterkapriolen prägen den Auftakt
Die Veranstaltung begann unter völlig unterschiedlichen Bedingungen: Während das Feld der Historischen Europameisterschaft den Anger Sprint (SP 1) bei strahlendem Sonnenschein und trockener Strecke absolvierte, wurden die Starter der heimischen ORM auf ihrer Runde von einem plötzlichen Gewitterregen überrascht. Dieses Wettermuster führte dazu, dass historische Fahrzeuge im Ziel teilweise besser klassiert waren als moderne Boliden — ein Ergebnis, das sich auf der trockenen SP 2 Mortantsch–Zattach wieder relativierte.
Entscheidung in Sicht — doch der Abstand bleibt minimal
Nach drei absolvierten Prüfungen ist die Lage an der Spitze extrem eng. Neubauer gewann zwei der bisherigen drei Prüfungen und hielt damit seinen Konkurrenten Wagner auf Tuchfühlung. Michael Lengauer belegt derzeit den dritten Platz, fährt jedoch noch nicht die erhoffte Spitzenzeit im neuen Citroën C3 Rally2. Der deutschstämmige Fahrer Albert von Thurn und Taxis hat aufgrund eines unglücklichen Setups mit Slick-Reifen auf nasser Fahrbahn in der Eröffnungsprüfung Zeit verloren und rangiert ebenfalls hinter den besten drei.
Schicksalsschlag für Lokalmatador
Für den Weizer Lokalmatadoren Andreas Höfler verlief SP 3 besonders unglücklich: Ein Reifenschaden am Ford Fiesta Rally2 warf ihn von Rang fünf auf den 36. Platz zurück und kostete damit wichtige Möglichkeiten im weiteren Verlauf der Rallye.
"Alles andere als ein Sieg ist eine Niederlage!"
Auch die ORM2 bleibt hart umkämpft
In der Klasse ORM2 führt der Steirer Günther Knobloch im Renault Clio Rally3 knapp vor seinem Konkurrenten Christoph Zellhofer (Suzuki Swift ZMX) — der Abstand beträgt 2,7 Sekunden. Damit zeichnet sich auch in dieser Klasse ein spannendes Duell bis zum Finale am zweiten Veranstaltungstag ab.
- Stand nach 3/11 Prüfungen: Hermann Neubauer vorn (+0,6 s vor Simon Wagner)
- Längste Prüfung: Anger–Thannhausen, knapp 27 km, bereits absolviert
- Lokal: Andreas Höfler gestürzt von Platz 5 auf Platz 36 durch Reifenschaden
Für die Menschen im Bezirk Weiz bedeutet das: Es bleibt bei der Rallye 2026 weiterhin mit hoher Wahrscheinlichkeit ein attraktives Wochenende für Motorsportfans, zugleich aber auch wechselhafte Bedingungen auf den Prüfungen, die von Zuschauern vor Ort zu beachten sind. Wer die Veranstaltung verfolgen will, sollte auf Anordnungen der Veranstalter achten und offizielle Wege und Absperrungen respektieren. Die Entscheidung fällt am zweiten Tag der Rallye, der den Gesamtsieg bringen wird.
| Platz | Fahrer | Bemerkung |
|---|---|---|
| 1 | Hermann Neubauer | Führt nach 3 Prüfungen, +0,6 s vor Rang 2 |
| 2 | Simon Wagner | Regierender Champion, knapp dahinter |
| 3 | Michael Lengauer | Im Citroën C3 Rally2, derzeit Rang 3 |
Die Rallye Weiz zeigt damit bereits früh ein hochdramatisches Bild. Ob sich die knappen Zeitabstände bis zum Ende halten, hängt neben fahrerischer Leistung auch von erneut möglichen Wetterwechseln ab. Zuschauer und Anrainer sollten sich auf kurzfristige Änderungen einstellen und die offiziellen Informationskanäle der Rallye nutzen.