In Großrußbach im Bezirk Korneuburg sorgt ein juristischer Streit um eine Interaktion in sozialen Netzwerken für Unruhe. Das Aktivisten-Ehepaar Veronika und Sebastian Bohrn Mena hat nach eigenen Angaben seit Juli 2025 gegen im Netz verbreitete Diffamierungen vor Gericht gekämpft. Anlass für eine neue Klage ist ein sogenanntes „Gefällt mir“ eines lokalen FPÖ-Gemeinderats unter einem beleidigenden Posting gegen Veronika Bohrn Mena.
Was passiert ist
Der Gemeinderat, Peter Jaitner, markierte 2025 ein Posting mit einem Like. Daraus entstand eine Unterlassungsklage der Bohrn Menas, die solche Reaktionen und Inhalte rechtlich verfolgen, wie aus der veröffentlichten Berichterstattung hervorgeht. Jaitner, der als einziger blauer Mandatar in der Großrußbacher Gemeindevertretung genannt wird, bezeichnete das Like selbst als atypisch für sein Verhalten und sagte, es sei „nicht lustig gewesen“, als die Klage folgte.
„Zugegeben, lustig war's nicht“,
Rechtlich könnte der Fall nach den vorliegenden Informationen im kommenden Herbst beim Bezirksgericht Gmünd verhandelt werden. Konkrete Verfahrensschritte, Fristen oder eine Stellungnahme der Klägerseite liegen in dem zitierten Bericht nicht detaillierter vor.
Bedeutung für die Gemeinde
Für Großrußbach hat der Vorgang mehrere Ebenen: Zum einen betrifft er die politische Kultur in der Gemeindevertretung. Ein öffentlich sichtbares Like unter einem beleidigenden Beitrag kann das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die kommunale Kommunikation beeinträchtigen. Zum anderen wirft der Fall Fragen zum Umgang mit digitaler Kommunikation und zur Verantwortung von Mandatsträgern auf – besonders, wenn Social‑Media‑Interaktionen private Accounts und politische Rollen berühren.
- Parteipolitische Dimension: Der Fall betrifft einen FPÖ‑Gemeinderat und eine bekannte linksnahe Aktivistin, was politische Spannungen verstärken kann.
- Rechtliche Folgen: Unterlassungsklagen wegen Interaktionen in sozialen Netzwerken können juristische Präzedenzfälle schaffen.
- Öffentlicher Diskurs: Der Vorfall beeinflusst Debatten über Grenzen der Meinungsäußerung und die Haftung für digitale Handlungen.
Was jetzt zu erwarten ist
Nach den verfügbaren Informationen könnte die Angelegenheit im Herbst vor dem Bezirksgericht Gmünd verhandelt werden. Bis zu einem Gerichtsentscheid bleiben Aussagen der Beteiligten in der öffentlichen Berichterstattung maßgeblich für die Wahrnehmung des Falls. Für die Gemeindebürgerinnen und -bürger ist relevant, wie die lokale Politik mit der Angelegenheit intern umgeht und ob der Fall Auswirkungen auf die Zusammenarbeit in der Gemeindevertretung hat.
| Datum / Zeitraum | Ereignis |
|---|---|
| 2025 | FPÖ-Gemeinderat Peter Jaitner markiert ein beleidigendes Posting mit „Gefällt mir“ |
| Juli 2025 | Bohrn Menas geben an, juristisch gegen Online‑Diffamierungen vorzugehen |
| 29. Juli 2026 | Berichterstattung über die aktuelle Unterlassungsklage und mögliche Gerichtsverhandlung im Herbst |
Für betroffene Gemeindemitglieder und Interessierte sind offizielle Verlautbarungen der Gemeinde Großrußbach, Stellungnahmen der beteiligten Parteien und die Entscheidungen des Bezirksgerichts Gmünd die verlässlichsten Informationsquellen. Bis dahin bleibt der Fall ein Beispiel dafür, wie eng digitale Gesten und reale rechtliche Konsequenzen miteinander verknüpft sind.