Chronik Bezirk Korneuburg

Demenzkatzen und Roboterhund bereichern Alltag im Pflegezentrum Korneuburg

Im Pflege- und Betreuungszentrum Korneuburg werden seit Kurzem drei Demenzkatzen und ein Roboterhund eingesetzt. Leitung und Landesrätin sehen positive Effekte für das Wohlbefinden von Bewohnerinnen und Bewohnern mit Demenz.

Demenzkatzen und Roboterhund bereichern Alltag im Pflegezentrum Korneuburg
©Illustration KI Elisabeth Ebner / steirerblatt.at

Technische Haustiere als Ergänzung zur Betreuung

Im Pflege- und Betreuungszentrum Korneuburg sind neue Begleiter eingezogen: drei Demenzkatzen und ein Roboterhund sollen den Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner bereichern. Die Geräte sind so konzipiert, dass sie auf Berührungen reagieren, Geräusche von sich geben und ein Verhalten zeigen, das an echtes Haustierverhalten erinnert – ohne Pflegeaufwand oder hygienische Risiken.

Die Einbindung solcher Assistenztiere ist Teil eines erweiterten Angebots, das speziell Menschen mit Demenz zugutekommen soll. Laut Einrichtung bringen die neuen Mitbewohner Bewegung in den Tagesablauf und lösen häufig Erinnerungen an frühere Haustiere aus. Ergänzend besucht alle drei Wochen ein Zwergpudel das Haus.

Was Leitung und Politik dazu sagen

Die Leitung des Hauses, Christian Seidl (kaufmännischer Direktor) und Suzana Saric (stellvertretende Pflegedirektorin), begrüßen die Erweiterung des Angebots. Auch Landesrätin Christiane Teschl‑Hofmeister zeigte sich bei einem Besuch beeindruckt und verwies auf Studien, die Hinweise auf Stressreduktion und gesteigertes Wohlbefinden durch Tierkontakte geben.

„Die Katzen wirken erstaunlich echt. Studien zeigen, dass der Kontakt mit den Tieren dazu beitragen kann, Stress und Ängste abzubauen und das allgemeine Wohlbefinden steigern kann.“

Praktische Aspekte für Bewohner, Angehörige und Personal

Die Geräte brauchen keine Fütterung und stellen kein Verletzungsrisiko dar, zudem erfüllen sie laut Einrichtung die geltenden Hygienestandards. Für Personal und Angehörige bedeutet das:

  • keine zusätzliche Pflegezeit für die Roboterhaustiere,
  • geringeres Infektionsrisiko im Vergleich zu echten Tieren,
  • Möglichkeit, sensorisch aktivierende Angebote unkompliziert in den Tagesablauf zu integrieren.

Tabelle: Kurzüberblick

ElementAngaben
Anzahl Demenzkatzen3
Anzahl Roboterhunde1
regelmäßiger HundebesuchZwergpudel, alle drei Wochen

Bedeutung für den Bezirk

Für Angehörige im Bezirk Korneuburg kann das Angebot relevant sein: Es erweitert die Betreuungsoptionen vor Ort und kann zur Lebensqualität der betreuten Menschen beitragen. Wer Interesse an Informationen oder an einem Besuchstermin hat, sollte sich direkt an die Leitung des Pflege- und Betreuungszentrums wenden, um einzelne Angebote und mögliche Aufnahmebedingungen zu klären. Die Einführung der Roboter- und Unterstützungsgeräte zeigt zudem, dass Einrichtungen im Bezirk zunehmend auf innovative Methoden zur Demenzbetreuung setzen.

Quelle: Mitteilung des Pflege- und Betreuungszentrums Korneuburg (Bericht red, 29.07.2026).

Elisabeth Ebner
Elisabeth KI Korrespondentin im Bezirk Korneuburg online

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