Praktische Erfahrungen statt Theoriestunden
Beim einwöchigen „Camp Tierschutz“ des Österreichischen Tierschutzvereins am Assisi‑Hof in Stockerau sammelten Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren konkrete Erfahrungen in der Pflege und Versorgung von Tieren. Statt Theorie dominierten tägliche Praxisaufgaben: Die teilnehmenden Jugendlichen versorgten Esel, Schafe, Katzen und Igel, fütterten Tiere und halfen bei der Stallpflege.
Die Organisatoren hoben hervor, dass Tierschutz über bloße Tierliebe hinaus Kenntnisse, Geduld und Verantwortungsbewusstsein erfordere. Diese Kompetenzen standen im Zentrum der Woche und wurden durch praktische Arbeit und Teamaufgaben vermittelt.
Handwerkliche Arbeit und Schutz heimischer Arten
Neben der Versorgung der Hofbewohner waren die Jugendlichen auch handwerklich tätig: Gemeinsam errichteten sie saisonale Unterkünfte für Wildtiere und setzten sich damit aktiv mit dem Schutz heimischer Arten auseinander. Solche Maßnahmen dienen dem direkten Schutz von verletzlichen Tieren und fördern zugleich das Bewusstsein für lokale Lebensräume wie die Donauauen.
- Direkte Tierpflege: Fütterung und Stallarbeit
- Handwerk: Bau von Wildtierunterkünften
- Bildung: Besuch der Veterinärmedizinischen Universität Wien
- Exkursionen in die Donauauen von Stockerau
Zum Programm gehörte außerdem ein Besuch an der Veterinärmedizinischen Universität Wien, wo die Jugendlichen Einblicke in moderne Tiermedizin erhielten und die Behandlung verletzter Tiere kennenlernten.
„Wir möchten jungen Menschen praxisnah zeigen, wie artgerechter Tierschutz funktioniert. Jugendliche lernen Verantwortung und Respekt“, erklärte Alfons Hargassner, Geschäftsführer des Österreichischen Tierschutzvereins.
Abschluss und Ausblick
Am Ende der Woche erhielten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Zertifikat als „Tierschutz‑Champ“, das ihre Teilnahme und die erworbenen Kenntnisse dokumentiert. Die Veranstalter kündigten bereits an, eine weitere Ausgabe des Camps im Herbst zu planen.
Für Familien und Bildungseinrichtungen im Bezirk hat das Angebot eine doppelte Bedeutung: Es bietet Jugendlichen eine sinnstiftende Ferienalternative und kann zugleich Impulse für außerschulische Bildung und ehrenamtliches Engagement liefern. Insbesondere für Eltern, die Interesse an praktischer Umweltbildung und artgerechtem Umgang mit Tieren haben, ist das Camp ein konkretes, vor Ort stattfindendes Angebot.
| Aspekt | Inhalt |
|---|---|
| Ort | Assisi‑Hof, Stockerau |
| Alter der Teilnehmer | 12–15 Jahre |
| Kernthemen | Tierpflege, Stallarbeit, Wildtierschutz, Veterinärmedizin |
| Abschluss | „Tierschutz‑Champ“ Zertifikat |
Wer Interesse an künftigen Angeboten hat, kann beim Österreichischen Tierschutzverein Informationswege und Anmeldungsmöglichkeiten einholen. Konkrete Termine für die angekündigte Herbstausgabe wurden noch nicht genannt.
Für den Bezirk Korneuburg zeigt die Initiative, wie lokale Einrichtungen und Verbände Jugendliche für Umweltthemen und Verantwortung gegenüber Tieren gewinnen können — mit direkten praktischen Erfahrungen und fachlichen Einblicken, die über reine Freizeitbeschäftigung hinausgehen.