Vor zwei Jahrzehnten haben sich im Bezirk Korneuburg zehn Gemeinden zu einem ungewöhnlichen Schritt entschlossen: über Gemeindegrenzen hinweg gemeinsame Ziele zu definieren und Projekte zu koordinieren. Die Kleinregion 10vorWien kann nun auf eine zweijährige Erfolgsgeschichte in Form von Kooperationen und konkreten Maßnahmen zurückblicken.
Was wurde erreicht? Laut der Zusammenfassung der Kleinregion gibt es inzwischen 130 Projekte, die unter dem gemeinsamen regionalen Dach umgesetzt wurden. Die Prioritäten liegen aktuell auf den Themen Klima, Energie und Mobilität. Solche Schwerpunkte betreffen die Lebensqualität vor Ort: Energieeffizienz, Alternativen zum Individualverkehr und Klimaanpassungsmaßnahmen wirken sich direkt auf Kosten, Erreichbarkeit und das Wohnumfeld der Menschen im Bezirk aus.
Die Mitgliedsgemeinden
Ursprünglich beteiligten sich zehn Gemeinden am Netzwerk; ein weiterer Ort trat später bei. Die Zusammensetzung ist für Förderanträge, gemeinsame Infrastrukturprojekte und Planungen von Bedeutung:
- Enzersfeld
- Großrußbach
- Hagenbrunn
- Harmannsdorf
- Korneuburg
- Langenzersdorf
- Leobendorf
- Spillern
- Stetten
- Stockerau
- Bisamberg (Beitritt 2016)
Konkrete Beispiele und sichtbare Zeichen
Ein markantes Projekt war 2015 die künstlerische Gestaltung des Kreisverkehrs bei der Autobahnabfahrt Ost in Stockerau, bei dessen Eröffnung die damaligen Regionssprecher Hermann Haller und Helmut Laab anwesend waren. Solche Maßnahmen sind mehr als reine Gestaltung: sie verdeutlichen die Identität einer zusammenarbeitenden Region und schaffen öffentlich wahrnehmbare Zeichen gemeinsamer Planung.
"Vor 20 Jahren schlossen sich zehn Gemeinden im Bezirk Korneuburg zusammen, um über Gemeindegrenzen hinweg gemeinsame Ziele zu verfolgen."
Warum das für den Bezirk wichtig ist
Regionalzusammenarbeit beeinflusst förderrechtliche Chancen genauso wie die Abstimmung bei Verkehrsplanung, Energieprojekten oder Klimaschutzmaßnahmen. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet das konkret:
- Bessere Abstimmung von Fahrplänen und Verkehrskonzepten über Gemeindegrenzen hinweg;
- Koordinierte Bewerbung für Fördermittel in Bereichen wie erneuerbare Energie oder Sanierung;
- Gemeinsame Projekte, die lokale Lebensqualität und Ortsbilder prägen.
Die Bilanz von 130 Projekten zeigt, dass die Idee der Kooperation nicht nur symbolisch funktioniert, sondern aktiv umgesetzt wurde. Zugleich bleibt die Arbeit an großen Zukunftsthemen eine dauerhafte Aufgabe: Klima, Energie und Mobilität erfordern stetige Abstimmung und langfristige Planung.
| Fokus | Bedeutung für Bewohner |
|---|---|
| Klima | Anpassung an Extremwetter, Grüngestaltung |
| Energie | Effizienz, gemeinsame Projekte, Förderungen |
| Mobilität | Verbesserte Verbindungen und Alternativen zum Pkw |
Für den Bezirk Korneuburg bleibt die Kleinregion 10vorWien ein relevanter Akteur: Sie bündelt Ressourcen, schafft sichtbare Projekte und bietet eine Plattform für die Abstimmung über Gemeindegrenzen hinweg. Wie sich die nächste Projektphase konkret auswirkt, hängt von weiteren Entscheidungen der Gemeinden und von der Zuteilung öffentlicher Mittel ab.