Wie der Betrug ablief
Ein 69-jähriger Mann aus Innsbruck meldete am 27. Juli 2026 den Verdacht, Opfer eines sogenannten „Tochter- oder Sohn-Tricks“ geworden zu sein. Den Angaben zufolge erhielt er am 23. Juli gegen 12:00 Uhr eine SMS von einer angeblich neuen Nummer seines Sohnes. Im weiteren SMS-Verkehr wurde er gebeten, aufgrund eines angeblich dringenden Problems einen Geldbetrag auf ein angegebenes Konto zu überweisen. In der Annahme, es handle sich um seinen Sohn, überwies der Mann einen niedrigen vierstelligen Eurobetrag auf das fremde Konto. Später erkannte er den Betrug und erstattete Anzeige; die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.
Was diese Masche bedeutet
Der „Sohn-Trick“ per SMS ist eine Variante des klassischen Enkeltricks: Kriminelle geben vor, ein naher Angehöriger zu sein, und erzeugen drängende Situationen, um schnelle Überweisungen zu erzwingen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, die bei Kontaktaufnahme per Kurznachricht nicht sofort die Authentizität der Nummer prüfen oder Rückrufmöglichkeiten nutzen. Für Betroffene entsteht neben dem finanziellen Schaden oft auch ein Vertrauensverlust gegenüber Kommunikationsmitteln.
Praktische Hinweise für Innsbruckerinnen und Innsbrucker
- Bei ungewohnten Nachrichten immer telefonisch rückfragen — die Nummer des Angehörigen aus verlässlichen Quellen wählen, nicht die in der SMS angegebene.
- Keine Eilüberweisungen auf unbekannte Konten ohne persönliche Bestätigung der Lage.
- Bei Verdacht sofort Anzeige bei der Polizei erstatten und Bank informieren — schnelle Meldung kann Ermittlungen erleichtern.
- Senioren und Angehörige sensibilisieren: Schulen, Seniorenzentren und Vereine können informieren.
Zeitlicher Ablauf (laut Anzeige)
| Datum | Ereignis |
|---|---|
| 23. Juli 2026, ca. 12:00 | Erhalt einer SMS von angeblicher neuer Nummer des Sohnes |
| 23. Juli 2026 | Überweisung eines niedrigen vierstelligen Betrags auf angegebenes Konto |
| 27. Juli 2026 | Anzeigeerstattung bei der Innsbrucker Polizeidienststelle |
Die Meldung basiert auf Berichten, die die Polizeidienststellen in Tirol regelmäßig an die Landespolizeidirektion übermitteln. Konkrete Ermittlungsergebnisse oder Hinweise zur Rückholung des Geldes wurden bislang nicht veröffentlicht. Für Betroffene bleibt entscheidend, bei solchen Kontakten Ruhe zu bewahren und nicht unter Druck zu handeln — Behörden und Banken können im Anschluss unterstützen.