Gemeinschaftsgarten mitten in Amstetten bringt erste Erträge
Im Pfarrgarten St. Stephan in der Amstettner Innenstadt zeigt sich derzeit das Ergebnis eines gemeinsam getragenen Projekts: In drei Hochbeeten wachsen Gemüse und Kräuter, die jetzt geerntet werden. Sichtbare Früchte der Aktion sind Gurken, Paprika, Pfefferoni, Tomaten, Zucchini, Salat, Karotten und verschiedene Kräuter. Die Anlage wird von der ARGE Sozialdienst Mostviertel, der Pfarre St. Stephan und der Stadtpflege betreut.
Die Initiatoren betonen, dass es bei dem Projekt nicht nur um Ertrag geht, sondern um soziale Teilhabe und Naherholung im urbanen Raum. Vizebürgermeister Markus Brandstetter würdigte den Einsatz:
„Mit den drei errichteten Hochbeeten wird dieser zentral gelegene Platz um ein soziales Projekt bereichert. Dafür möchte ich mich bei allen Mitwirkenden herzlich bedanken.“
Der Einsatz wirkt unmittelbar: Bewohnerinnen und Bewohner sozialer Einrichtungen übernehmen regelmäßig die Pflege und machen Besuche im Pfarrgarten zu einem festen Bestandteil ihrer Stadtspaziergänge, wie Martin Zehetgruber vom Sozialdienst Mostviertel erläutert. Für viele Teilnehmende sind die Pflanzenpflege und die Ernte sowohl sinnstiftend als auch entspannend.
Auch aus ökologischer Perspektive hat das Projekt Signalwirkung. Umweltgemeinderätin Michaela Pfaffeneder nannte den Pfarrgarten einen „Leuchtturm für gelebten Umwelt- und Gemeinschaftssinn“, während Klimaschutzgemeinderätin Birgit Kern hervorhob, dass soziales Engagement und Klimabewusstsein hier erfolgreich miteinander verbunden würden. Aktuell beginnt die Ernte, die lokal verwertet oder gegebenenfalls weiterverarbeitet werden kann.
Was das für Menschen in Amstetten bedeutet
- Lokale Versorgung: Frisches Gemüse und Kräuter aus städtischem Anbau bleiben in der Nachbarschaft.
- Soziale Teilhabe: Betreuungseinrichtungen finden einen niederschwelligen Zugang zu regelmäßiger Aktivität.
- Bildung & Bewusstseinsbildung: Urban Gardening fungiert als praktisches Angebot zu Nachhaltigkeit und Klima.
Der Pfarrgarten zeigt, wie kleine, kooperative Projekte städtischen Raum aufwerten können: Er schafft einen Ort der Begegnung, fördert nachhaltiges Verhalten und liefert sichtbare Erträge. Für Nachbarinnen und Nachbarn bietet sich damit zugleich eine Einladung zum Mitmachen oder zum kurzen Verweilen.
| Projektbestandteile | Akteur(e) |
|---|---|
| Hochbeete (3) | ARGE Sozialdienst Mostviertel, Pfarre St. Stephan, Stadtpflege |
| Hauptkulturen | Tomaten, Paprika, Pfefferoni, Gurken, Zucchini, Salat, Karotten, Kräuter |
| Nutzung | Pflege durch Bewohner/innen sozialer Einrichtungen, öffentliche Begegnung |
Für Interessierte empfiehlt sich ein direkter Blick vor Ort: Der Pfarrgarten liegt zentral und ist öffentlich zugänglich. Wer mitarbeiten möchte, kann sich an die beteiligten Organisationen wenden; die Koordination läuft über die ARGE Sozialdienst Mostviertel, die Pfarre und die Stadtpflege. Solche Initiativen sind niedrigschwellig und bieten Praxis-Erfahrungen in Gartenarbeit, Gemeinschaftspflege und Klimabewusstsein—Themen, die für das städtische Leben in Amstetten zunehmend an Bedeutung gewinnen.